Ermittlungen wegen Kindergartenbrand eingestellt

Ermittlungen wegen Kindergartenbrand eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Trier hat die Ermittlungen wegen des Brandes am 26. Juli im Waldorf-Kindergarten in Trier eingestellt. Laut einem Sachverständigengutachten sind brennbare Putzmittel falsch entsorgt worden, die sich selbst entzündet haben. Schuldige konnten jedoch nicht ermittelt werden.

(red) Der Brand im Waldorfkindergarten ist am Abend des 26. Juli ausgebrochen. Trotz eines Großeinsatzes der Feuerwehr hat das Feuer das Gebäude und seine Einrichtung schwer beschädigt. Zur Ermittlung der Brandursache hat die Staatsanwaltschaft deshalb ein Sachverständigengutachten in Auftrag gegeben. Der Sachverständige ist nun zu dem Ergebnis gekommen, dass der Brand außerhalb des
Kindergartengebäudes an dem mit einer Holzpalisade abgeschirmten Mülltonnenabstellplatz entstanden ist, indem sich unsachgemäß entsorgte Putzmittel selbst entzündet haben.

Laut dem Gutachten waren Behälter mit brennbaren Putz- und Holzbehandlungsmitteln gemeinsam mit Textilfetzen und Tüchern entsorgt worden. Bei der Entsorgung seien Sicherheits- und Warnhinweise missachtet worden. Die Putz-Utensilien hätten eigentlich luftdicht in Metallbehältern oder in Wasser aufbewahrt werden und dann entsorgt werden müssen, da andernfalls aufgrund des Leinölgehaltes Selbstentzündungsgefahr besteht.

Die Staatsanwaltschaft geht zwar davon aus, dass mehrere Erzieherinnen und die Putzfrau in der Woche vor dem Brandausbruch mit Flüssigwachs und Leinöl in dem Kindergarten geputzt haben. Allerdings konnte nicht ermitteln, wer für die unsachgemäße Entsorgung der Arbeitsmaterialien verantwortlich ist.

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