Ermittlungswelle gegen Eifeler Drogenszene - 18 Haftbefehle

Ermittlungswelle gegen Eifeler Drogenszene - 18 Haftbefehle

Seit Januar 2009 ermitteln Beamte der Kriminalinspektion Wittlich und des Zollfahndungsamts Frankfurt in der Ermittlungsgruppe „Fink“ gegen einen 28-jährigen Drogendealer aus dem Bereich Prüm. Durch die Ermittlungen sind 170 Personen ins Visier der Drogenfahnder geraten. 18 Haftbefehle wurden erlassen.

Der Prümer steht im Verdacht, innerhalb eines Jahres insgesamt 120 Kilogramm Marihuana, 106 Kilogramm Amphetamin, zweieinhalb Kilogramm Kokain, 20.000 Ecstasy-Pillen sowie 30.000 Potenz-Pillen aus den Niederlanden nach Deutschland eingeführt zu haben. Der Straßenverkaufswert beläuft sich auf insgesamt rund 3,2 Millionen Euro.

Abgesetzt hat der Dealer die Drogen und Pillen in den Bereichen Prüm, Koblenz und Kaiserslautern. Teilweise wurden ihm die Betäubungsmittel auch durch Kuriere aus den Niederlanden nach Prüm geliefert.

In dem Gesamtkomplex sind mittlerweile 170 Personen ins Visier der Ermittler geraten. Gegen 18 Personen, teilweise Kuriere, teilweise Unterhändler, erließ der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier Haftbefehle.

Während sich 16 von ihnen derzeit in Untersuchungshaft befinden, wurden zwei Haftbefehle unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Bemerkenswert ist nach Polizeiangaben, dass sowohl der Haupttäter als auch viele der beschuldigten Personen den Fahndern bereits aus früheren Drogendelikten bekannt sind und teilweise die Straftaten unter noch laufenden Bewährungen verübten.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Trier und der Ermittlungsgruppe „Fink“ dauern an.

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