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Erneute Sanierung der Kita Trimmelter Hof kostet mindestens 500.000 Euro

Erneute Sanierung der Kita Trimmelter Hof kostet mindestens 500.000 Euro

Der gesamte Boden der Kindertagesstätte Trimmelter Hof muss entfernt und neu aufgebaut werden. Die Stadtverwaltung erhofft sich von der erneuten Sanierung der Einrichtung, dass diese anschließen frei von Schadstoffen ist. Kosten der Sanierung: mindestens 500.000 Euro.

(woc) Schimmel-Spürhunde hatten im Mai an mehreren Stellen der geräumten und geschlossenen Kindertagesstätte angeschlagen. Der Bodenaufbau wurde aufgebrochen, darunter fanden sich Schimmelstellen.

Vermutlich wurde beim Bau der Kita vor rund 12 Jahren Dämmmaterial und Trittschalldämmung feucht eingebaut. Unter dem darüber verbauten Estrich entwickelte sich der Schimmel. Abgestorbene Sporen gelangten schließlich vermutlich durch undichte Stellen am Estrichrand in die Raumluft.

Die chemischen Verbindungen, die außerdem in Staubproben gefunden wurden, stammen vermutlich von Reinigungsmitteln, die in Verbindung mit dem ursprünglich unbelasteten Linoelum-Boden diese krebserregenden Weichmacher-Stoffe freigesetzt haben.

Bei der Sanierung, die schnellstmöglich beginnen soll, wird der Boden in Erdgeschoss und erstem Geschoss komplett neu aufgebaut. Statt Linoleum-Belag wird ein anderes Bodenmaterial verlegt. Sämtliches Material soll vor der Verarbeitung auf Schadstoffe untersucht werden. Die Sanierung wird laut Sozialdezernentin Angelika Birk zwischen 500.000 und 650.000 Euro kosten. Es ist die zweite aufwendige Sanierung der Kita, seit die Einrichtung 2008 wegen Schimmelbefall geschlossen werden musste.

Die erste Generalsanierung hat inklusive der Kosten für die Unterbringung der Kinder in Ausweichquartieren rund eine Million Euro gekostet. Die Firmen, die das feuchte Baumaterial verarbeitet haben, können wohl nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Rund 250.000 Euro haben bislang die zweite Ausquartierung im März 2010 und die anschließend in Auftrag gegebenen Gutachten gekosten. Die Gewährleistungsfristen sind laut Klauspeter Quiring vom städtischen Amt für Gebäudewirtschaft abgelaufen.