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Erste Schüler wieder im Unterricht, kaum Probleme mit Maskenpflicht

Gesundheit : Erste Schüler wieder im Unterricht, kaum Probleme mit Maskenpflicht

Die ersten Schüler sind nach längerer Corona-Pause wieder in den Unterricht gegangen. Der Landeselternsprecher rechnet aber nicht damit, dass jüngere Kinder noch vor den Sommerferien regulären Unterricht haben werden. Bei der seit Montag geltenden Maskenpflicht gibt es kaum Probleme. Vom Land gibt es allerdings keinen kostenlosen Mund-Nasen-Schutz.

Seit Montag gilt in Rheinland-Pfalz – wie auch in fast allen Bundesländern – die Pflicht beim Einkaufen und in Bussen und Bahnen einen Mundschutz zu tragen. Wie eine Nachfrage unserer Zeitung in der Region ergab, hat es kaum Probleme mit der Maskenpflicht gegeben. Die meisten Kunden hielten sich daran, hieß es aus den Geschäften. Vor fast allen Läden wurde kontrolliert, ob die Kunden einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Wenn nicht, dürfen sie nicht reingelassen werden.

Wer sich nicht an die Pflicht hält, dem droht in dieser Woche lediglich eine Verwarnung. Ab nächster Woche müssen Masken-Verweigerer mit einem Bußgeld von zehn Euro rechnen. Anders als im Saarland verteilt Rheinland-Pfalz keine kostenlosen Masken für alle Bürger. Lediglich Schüler sollen einen Mund-Nasen-Schutz vom Land erhalten. Aber nur dann, wenn sie ihre eigene Maske vergessen haben.

 Masken im Anflug: Das größte Frachtflugzeug der Welt, eine Antonow 225, landet auf dem Flughafen Leipzig/Halle. An Bord der Maschine, die von der Bundeswehr gechartert worden war, befand sich Schutzausrüstung aus China gegen das Corona-Virus. Mit insgesamt drei Flügen sollen rund 25 Millionen Schutzmasken nach Deutschland geflogen werden.
Masken im Anflug: Das größte Frachtflugzeug der Welt, eine Antonow 225, landet auf dem Flughafen Leipzig/Halle. An Bord der Maschine, die von der Bundeswehr gechartert worden war, befand sich Schutzausrüstung aus China gegen das Corona-Virus. Mit insgesamt drei Flügen sollen rund 25 Millionen Schutzmasken nach Deutschland geflogen werden. Foto: dpa/Hendrik Schmidt

Am Montag ist ein Teil der Schüler erstmals seit 16. März wieder in die Schule gegangen, unter anderem Zwölftklässler von G-8-Gymnasien und Fachoberschulen, sowie die Abschlussklassen von beruflichen Gymnasien. Von Berufsbildenden Schulen in Saarburg und Trier und dem Friedrich-Spee-Gymnasium Trier hieß es, dass es keine größeren Probleme gegeben habe. Die meisten Schüler hätten Schutzmasken dabeigehabt, auch die erforderlichen Abstände (eineinhalb Meter zwischen den Schülern) seien in den Klassenräumen eingehalten worden. Aus dem rheinland-pfälzischen Bildungsministerium hieß es, dass der Schulstart weitestgehend „geräuschlos“ verlaufen sei. Lediglich in Einzelfällen habe es Probleme gegeben, etwa bei den nach den vom Land erlassenen Hygienevorschriften erforderlichen Einlasskontrollen vor den Schultoiletten.

Die Schülerinnen und Schüler seien relativ entspannt gewesen, sagte auch Cornelia Schwartz, Landesvorsitzende des Philologenverbandes, der die Interessen der Gymnasiallehrer vertritt. Ab 4. Mai, wenn unter anderem die Viertklässler der Grundschulen, die neunten und zehnten Klassen der Realschulen plus und der Gesamtschulen und die zehnten Klassen sowie die Jahrgangsstufen elf und zwölf an den G-9-Gymnasien und Gesamtschulen zurückkehren, werde sich zeigen, ob die Hygienekonzepte tragen würden.

Auch Klaus-Peter Hammer, Landeschef der Lehrergewerkschaft GEW, sieht in der kommenden Woche die größte Herausforderung. Die Rückkehr der jüngeren Schüler in die Schulen müsse „so langsam wie möglich“ erfolgen. Hammer legte sich nicht aber fest, ob alle Schüler tatsächlich vor den Sommerferien wieder in die Schule kommen werden. Davon geht Reiner Schladweiler, Landeselternsprecher nicht aus. Wenn die erforderlichen Abstandsregeln eingehalten werden müssen, sei es unmöglich alle Schüler wieder regulär zu unterrichten, zumal wahrscheinlich bis zu einem Viertel der Lehrer fehlen werde, weil sie aufgrund von Erkrankungen und ihres Alters ein erhöhtes Risiko hätten an Covid-19 zu erkranken.