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Esch/Oberes Kylltal: Die „A1 der Antike“ wird aufbereitet

Esch/Oberes Kylltal: Die „A1 der Antike“ wird aufbereitet

Im Oberen Kylltal sollen die römischen Hinterlassenschaften aufbereitet und touristisch nutzbar gemacht werden. Das längste Relikt: die antike Straße in der Nähe von Esch.

(fpl) Esch/Dahlem. Reiter, Fußtruppen, Ochsenkarren: Die römischen Heere brauchten jederzeit gut passierbare Verbindungswege auf ihren Eroberungszügen durch das Germanien der Zeit vor 2000 Jahren. Und weil ihre Straßen so gut und frostgeschützt gebaut waren, sind in der Region einige der meist schnurgeraden Abschnitte noch erhalten. Ein besonders langes Stück findet man in einem Waldstück bei Esch (Vulkaneifelkreis). Der Abschnitt, ein Teil der alten „Agrippa-Straße“ zwischen Trier und Köln, verläuft als ewa 1,50 Meter hoher Damm parallel zur heutigen Waldstraße. Nimmt man den Römerkopf an der Kapelle in Niederkyll hinzu (der TV berichtete) sowie einige Hügelgräber in der Umgebung, hat das Obere Kylltal ein echtes antikes Pfund, mit dem man dort touristisch wuchern kann. Deshalb plant die Tourist-Information gemeinsam mit der Ortsgemeinde Esch nun eine Aufbereitung dieser verkehrstechnischen Vergangenheit: Die Römerstraße soll freigelegt und mit Informationen auf einer Schautafel versehen werden. Die Herrichtung wird etwa 15 000 Euro kosten, Fördergeld ist beantragt.