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Fahrradfahren in Trier, wenn Radwege einfach enden

Mobilität : Glosse: Das Ende ist nah – Triers schönste Radweg-Enden (inklusive Bildergalerie)

Lassen Sie uns mal über Radwege reden. Ist langweilig? Okay, dann reden wir über Radweg-Enden. Die haben es in sich, wirklich, ganz besonders in Trier ...

Dass alles im Endeffekt ein Ende hat, gut, das weiß man. Irgendwann ist halt eben Sense, dann „isch over“, wie Wolfgang Schäuble einst zu sagen pflegte. Die fetteste Malle-Tour mit den Jungs, der Tankrabatt, die nächste Corona-Welle – alles mal vorbei. Und auch das Leben, so heißt es immer, habe über kurz oder lang ein Ende. Nur die Wurst, das weiß man wiederum seit Stephan Remmlers Jahrhundert-Klassiker aus dem Jahr 1986, die hat bekanntlich zwei, also Enden. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass auch jeder Radweg mal endet. Der eine früher, der andere noch früher. So ist das in Trier. Was gibt es da für schöne Radweg-Enden. Braucht sich jetzt auch niemand drüber aufregen. Wirklich nicht. Ist so.

Immerhin gibt’s in Trier überhaupt Radwege. Schöne Radwege, herrliche Radwege. Und die Stadt, die tut was, ist täglich im Einsatz für neue Radwege, um das Radeln noch attraktiver zu machen in Deutschlands ältester Stadt. Da wird gemalt, da wird gepinselt. Weiß, rot, gestrichelt, durchgängig, alles. Beispiel Römerbrücke: Vergangene Woche wurde dort Hand angelegt, Platz geschaffen für Menschen mit Fahrrad. Ohne mit der Wimper zu zucken den Autos Fläche geklaut, stadtauswärts eine eigene Radspur – oder für die Expertinnen und Experten unter uns: ein Radschutzstreifen – geschaffen.

Das Besondere daran: Die Spur ist plötzlich da. Einfach so. Ohne Vorwarnung. Ein Geschenk des Himmels. Kämpft sich die gemeine Radfahrerin, der gemeine Radfahrer zuvor noch durch den dichten Autoverkehr, türmt sich da plötzlich – mitten auf der Brücke – dieser Schutzwall aus weißen, gestrichelten Markierungen auf. Da hat er sie, seine Wohlfühloase, der Radfahrer. Das ist Freiheit, das ist Glück.

Gut, auch hier gilt, das Ende ist nah. Sehr nah sogar. Denn nach ein paar Metern verschwindet das Spürchen auch schon wieder genauso abrupt, wie es zuvor vom Himmel gefallen war. Dann taucht er wieder ein, der Radler, ins amüsante Auto-Gewusel. Aber, so viel ist auch an dieser Stelle sicher, der nächste Radweg, der kommt bestimmt. Und damit, auch das ist sicher, das nächste Radweg-Ende.

Aus diesem Anlass finden Sie in der Fotostrecke in diesem Artikel einen kleinen Mix, ein neckisches Potpourri sozusagen, der schönsten Radweg-Enden Triers – viel Spaß beim Anschauen und selber Ausprobieren!