Fahrten fallen aus: Bei der Schülerbeförderung in der Region klappt vieles nicht

Kostenpflichtiger Inhalt: Busverkehr : Chaos im Busverkehr in der Region geht weiter: Fahrten fallen aus

Vielerorts in der Region gelten Notfahrpläne, weil Personal fehlt. In einem Ort in der Nähe von Trier kamen Kinder am Dienstag zu spät zur Schule, weil der Busfahrer sie irrtümlich aus dem Bus warf.

Das Chaos beim öffentlichen Busverkehr in der Region geht weiter. Gestern, am ersten Schultag nach den Winterferien, fielen erneut etliche Busse aus. Betroffen davon waren vor allem Linien der Moselbahn in Schweich, Neumagen, Bernkastel-Kues, Trier und Teilen der Eifel. Auch der Schülerverkehr war zum Teil betroffen.  Laut Verkehrsverbund Region Trier (VRT) fielen gestern insgesamt sechs Fahrten aus.

Allerdings ist das bei der Moselbahn keine Aus. Als Grund werden Personalmangel und erhöhter Krankenstand genannt. Es müsse auch weiterhin mit Fahrtausfällen gerechnet werden, sagte ein VRT-Sprecher auf Anfrage unserer Zeitung. Daher werde momentan gemeinsam mit der Moselbahn und dem zuständigen Landkreis Trier-Saarburg ein Notfahrplan ausgearbeitet, „um sicherzustellen, dass insbesondere die Schüler- und Kindergartenfahrten angeboten werden können“.

Seit 21. Dezember gelten auch für die Buslinien von Trier nach Hermeskeil und von Bitburg über Spangdahlem nach Binsfeld Notfallfahrpläne.

Zusätzlich kam es gestern Morgen zu einem weiteren Zwischenfall, der viele Eltern verärgert hat. Ein Busfahrer ließ alle Fahrgäste – zum überwiegenden Teil Schüler aus Orten an der Sauer – in Udelfangen (Kreis Trier-Saarburg) aus dem Bus aussteigen und fuhr einfach weiter, obwohl er die Kinder weiter nach Trier hätte fahren sollen. Die Schüler riefen ihre Eltern an, damit diese sie zur Schule bringen konnten.

Dem langjährigen Fahrer sei ein Fehler unterlaufen, teilte Ralf Müller vom zuständigen Busunternehmen Müller Kylltal auf Anfrage unserer Zeitung mit. Bereits nach 15 Minuten sei ein „Notfallfahrer“ in Udelfangen gewesen und habe die Kinder nach Trier gefahren. Mit einem Busfahrernotstand habe das nichts zu tun, sagte Müller. Im Gegensatz zu Mitbewerbern habe man rechtzeitig vor der Ausweitung des Liniennetzes Trierer Land 25 neue Fahrer eingestellt.

Derweil wird die Wut über die ständigen Busausfälle bei den Betroffenen immer größer.