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Fahrzeugpapiere gefälscht: Zweieinhalb Jahre Haft

Fahrzeugpapiere gefälscht: Zweieinhalb Jahre Haft

Weil er unter anderem schrottreife Autos als technisch einwandfrei deklariert hat und anschließend zwei Mal Autos gestohlen hat, ist ein 25-Jähriger aus dem Vulkaneifelkreis heute vor dem Amtsgericht Wittlich zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden.

(neb) Vor Gericht legte der Mann ein umfassendes Geständnis ab. Aus Geldmangel sei er gemeinsam mit einem befreundeten Autohändler auf die Idee gekommen, abgemeldete Autos mit gefälschten Papieren und einem nachgemachten Tüv-Stempel entweder mit den nötigen Papiere ins Ausland weiterzuverkaufen oder diese für den deutschen Verkehr neu zuzulassen.

Zweimal am selben Tag betrunken am Steuer erwischt worden

Darüber hinaus brachte er auch die "alten Möhren" von Freunden "über den Tüv". Allerdings fand bei dem 25-Jährigen selbst als die kriminellen Machenschaften aufflogen und gegen ihn polizeilich ermittelt wurde, kein Umdenken statt: Er wurde im Dezember 2008 mehrfach mit Alkohol im Blut hinterm Steuer erwischt.

Auch, als man ihm den Führerschein entzog, nahm er weiterhin das Auto. Kurz vor Silvester und in der Neujahrsnacht stahl er zwei Wagen und verkaufte sie weiter. "Hätte die Polizei danach nicht den Geduldsfaden verloren, hätte das überhaupt kein Ende gefunden", sagte Richter Josef Thul in der Verhandlung.

Der junge Mann saß anschließend fünf Monate in Untersuchungshaft. In Haft muss er auch nach dem Urteil: Wegen gewerbsmäßiger Urkundenfälschung in 46 Fällen, zweifachen Diebstahls in einem besonders schweren Fall, Fahren unter Alkoholeinflusses und ohne Fahrerlaubnis in mehreren Fällen veruteilte das Gericht ihn zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.