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Fastnacht: Die besten Kostüme, die neuen Trends und das Wetter

Kostenpflichtiger Inhalt: Fragen & Antworten : Fastnacht 2020: Die besten Kostüme, die neuen Trends und das Wetter

Der TV-Wetterexperte sagt „wechselhafte närrische Tage“ voraus. Die 20er-Jahre-Verkleidung ist in diesem Jahr in. Viele Büttenredner machen sich über aktuelle Politik lustig.

Die Narren in der Region stehen in den Startlöchern. Am Donnerstag startet die heiße Phase der Fastnacht. Eine Frage bewegt die Karnevalisten derzeit natürlich ganz besonders:

Wie wird das Wetter? Die Prognose von TV-Wetterexperte Dominik Jung: „Eher wechselhafte närrische Tage, kein Winterwetter, oft sehr mild. Sonntag und Montag teilweise über zehn bis hin zu 14 oder 15 Grad, aber auch immer wieder Gefahr für Regen und eventuell stürmische Böen am Sonntag.“ Jungs Rat an die Narren: Regenschirm nicht vergessen. Nicht nur, um sich vor dem Nass von oben zu schützen. „Der hilft auch beim Bonbons-Sammeln.“

Wie soll man sich kostümieren? Wenn man  mit seinem Kostüm voll im Trend sein will, dann geht man in diesem Jahr im 20er Jahre Kostüm.  Alles rund um die Goldenen 20er sei in dieser Saison besonders beliebt, sagt Karoline Mertes, Inhaberin des Karnevalscenters in Düsseldorf. Ein anderer Trend dieses Jahr seien Wikinger.

Beliebt seien auch Superheldenkostüme mit den Figuren aus den entsprechenden Filmen.  Wie etwa der fiese Joker, der ewige Rivale von Batman.  Apropos Film: Der Erfolg der Netflix-Serie Haus des Geldes schlägt sich auch in der Fastnacht nieder. Viele werden sich im Stil der darin zu sehenden Bankräuber (roter Overall, Dali-Maske) verkleiden. Im Durchschnitt koste ein Karnevalskostüm zwischen 30 und 50 Euro, sagt Mertes. Wem das zu teuer ist, der kann sich auch noch schnell eine Last-Minute-Verkleidung selbst basteln. Etwa mit lila und grünen Luftballons, die man mit einem Seil um den Körper bindet. Dann noch ein paar Luftschlangen herunterhängen lassen – schon ist das Weintraubenkostüm fertig.

Wie politisch darf es sein? In vielen Büttenreden taucht in diesem Jahr neben US-Präsident Donald Trump auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg auf. Auch das Polit-Drama um die thüringische Ministerpräsidentenwahl und der Umgang mit der AfD wird vereinzelt thematisiert. Die Turbulenzen in der deutschen Innenpolitik taugen nach Ansicht des Speyerer Fastnachts-Experten Rainer Holzhauser gut für die diesjährigen Büttenreden und Motivwagen.

In der Regel spielen bei den Fastnachtsumzügen in der Region politische Motivwagen kaum eine Rolle. Nur vereinzelt werden aktuelle Themen aufgegriffen. In Konz etwa war am Sonntag eine Gruppe unterwegs, die auf den Mangel an Pflegern aufmerksam machte und in Mettendorf forderten als Bienen verkleidete Narren „Rettet die Bienen“.

Wie bleibt man gesund? Nicht nur das voraussichtlich nass-kalte Wetter dürfte dazu führen, dass so mancher Karnevalist spätestens an Aschermittwoch schnieft und hustet. Auch der enge Körperkontakt in vollen Hallen kann zur Folge haben, dass sich vor allem Grippe-Viren verbreiten. Daher rät die Deutsche Krankenversicherung: Besser auf das Bützen (Küsschen verteilen) verzichten, regelmäßig Hände mit Seife waschen, nur aus dem eigenen Glas trinken und nicht mit anderen teilen und: Wer sich bereits krank fühlt, sollte lieber zu Hause bleiben, um die eigene Gesundheit und die der anderen zu schützen.