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Fastnacht-Feiern ohne besondere Vorkommnisse

Fastnacht-Feiern ohne besondere Vorkommnisse

Feiern ja - Randale eher nein: Das scheint nach bisherigen Erkenntnissen der Fall zu sein in Bezug auf den Karneval. Weiberdonnerstag und die Nacht auf Freitag verliefen offenbar relativ ruhig.

(red) In Trier kam es während der Eröffnungsveranstaltung auf dem Hauptmarkt und im Anschluss daran zu sechs einfachen Körperverletzungen. Darüber hinaus nahm die Polizei zwei junge Männer vorübergehend fest, nachdem sie Widerstand gegen polizeiliche Maßnahmen leisteten. Ein 19-Jähriger hatte die Beamten zudem beleidigt.

Bereits kurz nach 15 Uhr kam es am Verteilerring zu einer Rangelei in einem Linienbus. Nachdem der Fahrer einen offenbar betrunkenen Fahrgast aufforderte, seine Personalien anzugeben, schlug dieser dem Busfahrer gegen den Kopf und flüchtete anschließend mit seiner Begleiterin. Gefährlich wurde es für einen 19-Jährigen, der kurz nach 22 Uhr auf der Straße zwischen Trier-Zewen und Igel zu Fuß unterwegs war. Nachdem mehrere Verkehrsteilnehmer den Vorfall bei der Polizei gemeldet hatten, konnten die Beamten den merklich alkoholisierten und offensichtlich desorientierten Heranwachsenden in der Dunkelheit mitten auf der Fahrbahn gehend antreffen. Er wurde einem Angehörigen übergeben.

Während der Nacht nahm die Polizei zwei Verkehrsunfälle auf, bei denen die Fahrer offensichtlich unter Alkoholeinfluss standen. Darüber hinaus wurden bei verschiedenen Verkehrskontrollen zwei Autofahrer festgestellt, die ebenfalls Alkohol getrunken hatten.

Ein Jugendlicher wurde in Wittlich am Donnerstagmittag am Eingang der Karrstraße überprüft, weil er andere Passanten anrempelte. Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon einen Alkoholgehalt von 2,2 Promille aufzuweisen. Die Mutter holte ihren Jungen auf der Polizeiwache ab und brachte ihn sicher nach Hause. Gegen 19.15 Uhr wurde eine gefährliche Körperverletzung aus einer Gaststätte gemeldet. Hier hatte ein Geschädigter durch einen Schlag mit einer Glasflasche von einem Unbekannten eine Kopfverletzung erlitten. Eine kleinere Auseinandersetzung gab es um 3 Uhr in der Nacht, als ein betrunkener Gast die Bedienung einer Gaststätte angriff. Und ein 25-jähriger Mann sprühte gegen 19.30 Uhr in der Trierer Landstraße mit zwei Feuerlöschern die Straße voll und wurde von einer Streife an der weiteren Ausführung abgehalten. Der stark Betrunkene, welcher übrigens kein Angehöriger der Feuerwehr ist, bestand darauf, dass sein Verhalten und die mitgeführten Feuerlöscher zu seiner Kostümierung gehörten

Relativ ruhig blieb es im Landkreis Vulkaneifel. In Kelberg wollte allerdings ein sichtlich betrunkener 19-Jähriger gegen 20.10 Uhr in ein Festzelt hineingehen, was ihm Mitglieder eines Sicherheitsdienstes verweigerten. Mit Schlägen in Gesicht und Tritten gegen die Beine eines 31-jährigen Security-Mitarbeiters versuchte er seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Dabei erlitt der Security-Mitarbeiter leichte Verletzungen. Es gelang den privaten Sicherheitskräften, die Person bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Dabei wurde auch seitens der Security Pfefferspray eingesetzt, beide Seiten erstatteten Anzeige wegen Körperverletzung. Die Polizei ermittelte beim 19-Jährigen einen Alkoholgehalt von 2,01 Promille. Im Laufe der Nacht wurde der junge Mann erneut straffällig. Diesmal randalierte er in Kenn (Kreis Trier-Saarburg) in einer Pension. Dies brachte ihm eine kostenpflichtige Übernachtung im polizeilichen Gewahrsam, sowie ein weiteres Ermittlungsverfahren ein.

Für den Eifelkreis Bitburg-Prüm meldet die Polizei für die Nacht ebenfalls relative Ruhe.

Jugend und Alkohol: Streifengänge von Polizei und Mitarbeitern anderer Behörden

Die Polizei ging an mehreren Orten verstärkt auf Streife, auch in Kooperation mit Mitgliedern von weiteren Behörden, etwa dem Jugendamt. In Wittlich etwa war die Polizei mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung, des Jugendamtes der Kreisverwaltung, dem Beauftragten für Jugendsachen der Polizeidirektion Wittlich in der Innenstadt mit Streifengängen und Kontrollen präsent. Ein Mitarbeiter eines Geschäft in der Schloßstraße verlangte laut Polizei von allen Jugendlichen, die Alkohol auf das Verkaufsband legten, die Ausweise und verweigerte gegebenenfalls den Verkauf. Ebenso perfekt überprüfte ein Gastwirt in der Karrstraße die Besucher seines Lokals. Er ließ sich von den Jugendlichen die Ausweise beim Betreten vorlegen und achtete besonders auf die Ausschankbestimmungen nach dem Jugendschutzgesetz innerhalb der Gaststätte.

Bereits im Laufe des späten Nachmittages führte auch die Dauner Polizei flächendeckend mit hohem Personaleinsatz zielpunktorientierte Kontrollen durch. Schwerpunkt war in diesem Jahr die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes. In wenigen Fällen musste die Polizei tätig werden. Unter anderem wurden im Laufe der Nacht zwei 17-jährige alkoholisierte Jugendliche ihren Eltern übergeben, die in Kelberg die dortige Karnevalsveranstaltung besucht hatten. Das gemeinsame Jugendschutzkonzept von Polizei und Jugendämtern hat sich bewährt.

In Trier waren seit dem frühen Morgen des Weiberdonnerstag Beamte der Bundespolizei, des Polizeipräsidiums Trier sowie der Jugendämter der Stadt Trier und der Kreisverwaltung Trier-Saarburg in der Stadt unterwegs und kontrollierten einschlägige Jugendtreffs, Gaststätten und Geschäfte, in denen Alkohol verkauft wird. Während des ganzen Tages wurden bei diesen Kontrollen keine Verstöße gegen Jugendschutzbestimmungen festgestellt. Bei der Eröffnungsfeier auf dem Trierer Hauptmarkt trafen die Beamten dann doch 12 alkoholisierte Jugendliche an, die zum Beratungszentrum Polizei in der Trierer Palaststraße gebracht wurden. Die Erziehungsberechtigten dieser Minderjährigen wurden informiert.