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Finanzplan für Hunsrückbahn-Kauf auf der Kippe

 Die Kommunen wollen die Hunsrückbahn nicht allein auf die Schiene bringen. Sie wollen, dass sich auch das Land engagiert.
Die Kommunen wollen die Hunsrückbahn nicht allein auf die Schiene bringen. Sie wollen, dass sich auch das Land engagiert. FOTO: Ilse Rosenschild
Morbach/Hermeskeil. Im Dezember schien der Kauf der 50 Kilometer langen Hunsrückquerbahn-Strecke perfekt. Um eine Reaktivierung der Gesamtstrecke zu ermöglichen, hatte der Verbandsgemeinde Hermeskeil einer Investition von bis zu 75000 Euro für den Ankauf der Schienen zwischen Hermeskeil und Büchenbeuren zugestimmt. Die Gemeinde Morbach und die Verbandsgemeinde Thalfang hatten das Vorhaben bereits vorher abgesegnet. Doch inzwischen hat sich eine neue Finanzlücke aufgetan.

(iro) Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier untersagte den verschuldeten Landkreisen Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich mit Hinweis auf deren Finanzlage zumindest vorläufig bereits beschlossene Zuschüsse.

Trier-Saarburg wollte sich mit 75000 Euro, Bernkastel-Wittlich mit 100000 Euro beteiligen. Die Kaufsumme bläuft sich insgesamt auf 508.000 Euro. Aus Sicht der ADD handelt es sich bei den Kosten um freiwillige Ausgaben. Die Behörde bittet die beiden Kreisverwaltungen um genauere Informationenen. Was passiert, wenn die ADD bei ihrer Haltung bleibt? "Dann wird's schwierig", sagt Morbachs Bürgermeister Gregor Eibes, der für die Anrainerkommunen federführend mit der Deutschen Bahn verhandelt hat.