Flammender Protest gegen Kohlekraftwerke

Flammender Protest gegen Kohlekraftwerke

Flammender Protest gegen neue Kohlekraftwerke: Die Greenpeace Gruppe Trier setzte am frühen Donnerstagmorgen ein drei mal drei Meter großes Co2-Symbol vor dem Gebäude der Stadtwerke in der Ostallee in Brand.

(jp) An einen solchen Jahrestag erinnert sich nicht jeder. Greenpeace schon. Gestern war es genau ein Jahr her, dass der Stadtrat mit den Stimmen der CDU, UBM und FDP für die Beteiligung der Stadtwerke Trier an einem neuen Steinkohlekraftwerk im westfälischen Hamm gestimmt hat (der TV berichtete mehrfach).

In den Wochen vorher hatte die gesamte Region intensiv über die Energiepolitik der Stadt Trier diskutiert.

Die Greenpeace Gruppe Trier ließ die Erinnerung an diese Diskussion gestern Morgen wieder aufleben und setzte ein drei mal drei Meter großes CO2-Symbol vor dem SWT-Verwaltungsgebäude in Flammen. Auf einem Banner stand: „Keine neuen Kohlekraftwerke! Klimaschutz geht anders!“

Außerdem errichteten die Aktivisten einen Berg aus Kohlenstoffdioxid-Säcken vor dem Eingang des Gebäudes. Dahinter steckte ein System: Das Volumen der Säcke, rund 4000 Liter, entspreche dem Volumen an CO2, das Trier ab 2012 allein durch seinen Kohlestrom alle vier Sekunden ausstoßen werde. Die Protestaktion begann gegen 7.30 Uhr und wurde von der Polizei 45 Minuten später beendet.

Das Kraftwerk in Hamm soll 2012 ans Netz gehen. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der RWE mit mehr als 20 kommunalen Partnern. Die Stadtwerke Trier sind mit 12,5 Millionen Euro beteiligt. Greenpeace und das Bündnis Erneuerbare Energien Trier (BEET) protestierten und demonstrierten gegen diese Pläne, das Bündnis sammelte Tausende von Unterschriften und reichte Einwohneranträge ein.