Flughafen Hahn dementiert Sicherheitsprobleme und Mängel

Flugverkehr : Flughafen Hahn weist Kritik zurück

Nach der TUI-Fly-Absage dementieren Flughafenverantwortliche vom Hahn, dass es Mängel gebe, die Ansiedlung neuer Gesellschaften verhinderten.

() Der Flughafen Hahn habe keine Sicherheitsprobleme, teilte ein Sprecher des Airports nun mit. Er reagierte damit auf die Berichterstattung unserer Zeitung von Montag. Darin hieß es, dass nach TV-Informationen der Flughafen bei einer Prüfung durch die Fluggesellschaft TUI Fly wegen „diverser Mängel“ durchgefallen sei. Von Sicherheitsproblemen war dabei nicht die Rede. Der Sprecher des Flughafens verwies auf eine Sicherheitsübung, die am vergangenen Freitag auf dem Hahn stattgefunden habe. Dabei sei das Zusammenspiel von Flughafen, Polizei und Rettungskräften geprobt worden. Es seien bei der großangelegten Übung keine Sicherheitsmängel festgestellt worden.

TUI Fly hatte gegenüber unserer Zeitung bestätigt, dass man geprüft habe, ob man zukünftig Ferienflüge auch vom Hahn aus anbiete. Man habe sich aber dazu entschieden, weiterhin vom benachbarten Flughafen Frankfurt aus zu fliegen.

Der Flughafen Hahn kämpft seit Monaten mit einem Passagierrückgang. Immer wieder heißt es, dass man auf der Suche nach zusätzlichen Fluggesellschaften sei, die vom Hunsrück aus starten. Die Betreiber des Hahn gehen offensichtlich davon aus, dass die bisherigen Hauptkunden, die irische Ryanair und die ungarische Wizzair, ihr Angebot dort weiter reduzieren werden. In den kürzlich veröffentlichten Geschäftszahlen für 2018 heißt es, die Änderung „des Geschäftsmodells von Ryanair und Wizz Air“ werde auch in  Zukunft das Verkehrsaufkommen auf dem Hahn beeinflussen. Zwar wächst seit geraumer Zeit das Frachtgeschäft im Hunsrück. Aber auch dort bremst Hahn-Geschäftsführer Hexin Wang die Erwartungen. Die „rigide Verkehrsrechtepolitik des Luftfahrtbundesamtes“ erschwere die Kundengewinnung.

Mehr von Volksfreund