1. Region

Fußball: Eintracht Trier verpatzt Auftakt – 0:1 gegen Kaiserslautern II

Fußball: Eintracht Trier verpatzt Auftakt – 0:1 gegen Kaiserslautern II

Ernüchterung bei Eintracht Trier: Am Samstagnachmittag verlor der Regionalligist im ersten Spiel nach der Winterpause zu Hause mit 0:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern II. Da Preußen Münster und die Sportfreunde Lotte gleichzeitig ihre Nachholpartien gewannen, hat der SVE im Kampf um die Plätze ganz vorne in der Tabelle erstmal wertvollen Boden eingebüßt.

(bl) Das hatte sich die Mannschaft anders vorgestellt. Mit einem Sieg im ersten von drei aufeinander folgenden Heimspielen wollte Eintracht Trier zur Aufholjagd blasen. Der 1. FC Kaiserslautern II hat den SVE jedoch erst einmal zurückgepfiffen. Die kleinen Roten Teufel gewannen mit 1:0 im Moselstadion – und haben Trier in der Tabelle überholt. Die Eintracht ist Fünfter mit nunmehr sieben Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter Preußen Münster.Der entscheidende Treffer des Tages fiel aus heiterem Himmel. Marcel Correia nutzte die erste Gelegenheit für die Gäste. Per Kopf setzte er sich nach einem Eckball von Hendrick Zuck gegen Eintracht-Kapitän Josef Cinar durch (22.). Das Gegentor brachte Trier zwischenzeitlich aus dem Konzept, nachdem die Mannschaft in den ersten 20 Minuten der Partie den Stempel aufgedrückt hatte. Die Ordnung ging verloren, hinzu kamen mehrere unnötige Ballverluste (unter anderem von Piero Saccone, der versuchte, im Mittelfeld die Fäden zu ziehen, aber oft die falschen Entscheidungen traf). „Nach dem Rückstand hatten wir sichtlich mit den Nerven zu kämpfen“, sagte Eintracht-Trainer Roland Seitz.Nach der Pause berappelte sich die Eintracht, doch gefährlich vor dem gegnerischen Tor wurde es nicht allzu oft. Trier wirkte phasenweise gehemmt und agierte zu kompliziert. „Wir haben nicht so gut gespielt, auch weil der Gegner sehr gut gegen den Ball gearbeitet hat“, sagte Seitz, der seinen Spielern dennoch keinen Vorwurf machte: „Im Spiel ging es nur in eine Richtung. Aber kurz vor dem gegnerischen Tor haben wir zu oft das Falsche gemacht.“ Nach gut einer Stunde reagierte der Coach. Er beorderte Thomas Kraus vom Feld, der in der Offensive kaum Land sah. Für ihn kam Tim Eckstein. Große Aufregung unter den 1870 Zuschauern herrschte in der 76. Minute, als viele einen Handelfmeter für Trier forderten. Doch die Pfeife des Unparteiischen Marcel Göpferich blieb stumm.Neuzugang Ahmet Kulabas machte im Eintracht-Angriff eine unglückliche Figur. Er war bemüht, hielt einige Bälle, im Abschluss aber fehlte im das nötige Zielwasser. Drei gute Chancen ließ der 23-Jährige aus. In der zweiten Minute war sein Schlenzer-Versuch zu ungenau, FCK-Torwart Marco Knaller schnappte sich den Ball. Die beste Gelegenheit eröffnete sich „Kula“ eine Minute vor der Pause, als er den von der Latte abprallenden Ball per Kopf aus nicht mal elf Metern übers Tor setzte. Zuvor hatte sich Alban Meha ein Herz gefasst und aus 30 Metern nur das Aluminium getroffen. Sieben Minuten vor dem Schlusspfiff setzte Kulabas einen Kopfball weit neben das Tor.Die Gäste verlegten sich auf die Sicherung der Führung – und lauerten auf Konter. Einen Schnellangriff hätte Patrick Freyer beinahe zum 2:0 genutzt – sein Schuss in der 90. Minute streifte jedoch den Außenpfosten. FCK-Trainer Alois Schwartz stellte zufrieden fest: „Wir haben gut gekämpft und uns gut gegen die Angriffe der Eintracht gestemmt. Wir wollten den Erfolg – das hat unsere Körpersprache deutlich gemacht.“Spiel-Statistik:Eintracht Trier: Poggenborg – Cozza, Cinar, Hollmann, Drescher (89. Patschinski) – Kempny (73. Mvondo), Kohler, Saccone, Meha – Kulabas, Kraus (64. Eckstein)1. FC Kaiserslautern II: Knaller – Becker, Correia, Linsmayer, Stulin – Hammann, Marz, Reuter, Zuck (84. Modica)– Zellner, Wooten (90. Freyer)Tor: 0:1 Correia (22.)Schiedsrichter: Marcel Göpferich (Bretten)Zuschauer: 1870