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Fußball: Geburtstagsgeschenk für Trainer Seitz – Trier schlägt Schalke II mit 1:0

Eintracht-Trainer Roland Seitz hat Respekt vor dem heutigen Gegner Schalke 04 II, gleichzeitig spornt er seine Spieler an. Foto: Thomas F. Starke
Eintracht-Trainer Roland Seitz hat Respekt vor dem heutigen Gegner Schalke 04 II, gleichzeitig spornt er seine Spieler an. Foto: Thomas F. Starke
Trier. So lässt sich schön feiern. Die Spieler von Eintracht Trier haben ihren Trainer Roland Seitz am Freitagabend zu dessen 46. Geburtstag reich beschenkt: Dank eines 1:0-Siegs ist der SVE vorübergehend Tabellenführer Schalke 04 II bis auf einen Punkt auf die Pelle gerückt.

(bl) Knapp 20 Minuten zuvor wollte es noch nicht klappen. Der nimmermüde Thomas Kraus hatte nach gut einer Stunde Olivier Mvondo per Flanke von links bedient, der Kameruner jedoch verpasste den Ball um Zentimeter. Zehn Minuten vor Schluss: Wieder Flanke von Kraus. Wieder von links. Diesmal stand in der Mitte der eingewechselte Lukas Mössner goldrichtig. Er schob zum 1:0 ein. Riesenjubel auf den Tribünen. Wie von der Tarantel gestochen brauste Kraus in Richtung Fans – und stolperte dabei über die Werbebande. Erleichterung pur im Moselstadion unter den 2154 Zuschauern. Endlich hatte die Eintracht den Schalker Abwehrriegel geknackt. Lange Zeit war es eine zähe Partie, in der Trier aber nie nachließ. Trainer Seitz: „Meine Mannschaft hat über 90 Minuten hinweg wahnsinnig viel investiert. Sicherlich hätten wir es leichter haben können, wenn wir früher ein Tor erzielen.“Die Gäste attackierten nicht so früh, wie Geburtstagskind Seitz gedacht hatte. Vielmehr setzten die „Königsblauen“ auf eine gute Ordnung und Konter. Bei Trierer Ballbesitz machte der Spitzenreiter mit der Vierer-Abwehrkette und einem Fünfer-Mittelfeld die Schotten dicht.Linksaußen Alban Meha war an vielen Offensivaktionen der Gastgeber beteiligt. Er gefiel mit Spiel- und Lauffreude. Meha hier, Meha dort, Meha überall – mehr als einmal auch im zentralen Mittelfeld, wo Piero Saccone in manchen Szenen unglücklich agierte. Nicht im Kader stand Routinier Thomas Riedl - aus disziplinarischen Gründen. Seitz: "Es gab eine Meinungsverschiedenheit, die inzwischen aber beigelegt worden ist." Mit wenigen Ausnahmen stand die Eintracht-Abwehr sicher – Schalke verzeichnete im ersten Durchgang keine wirkliche Torchance.Mitte der zweiten Halbzeit, als das Trierer Spiel zwischenzeitlich etwas unpräziser wurde, kam Schalke stärker aus seinem Schneckenhaus heraus. „In dieser Phase haben wir etwas besser ins Spiel gefunden, aber vor dem Trierer Tor waren wir nicht konsequent genug“, sagte S04-Trainer Michael Boris.Einen direkten Freistoß von Manuel Glowacz lenkte Torwart André Pogenborg (er spielte für den rot-gesperrten Andreas Lengsfeld) gerade noch an den Pfosten. Aber auch Trier verbuchte vor dem 1:0 noch zwei richtig große Tor-Gelegenheiten. Die von Mvondo, und eine von Mössner. Einen Kopfball des eingewechselten Stürmers kratzte Glowacz von der Torlinie (69.).Nach dem Spiel gab es für Seitz ein weiteres Geschenk: Eintracht-Vorstandsmitglied Roman Gottschalk überreichte dem Oberpfälzer ein Weinpräsent – und eine Flasche Schnaps.Statistik:Eintracht Trier: Poggenborg – Cozza, Cinar, Hollmann, Drescher – Mvondo (69. Kempny), Kohler, Saccone, Meha – Patschinski (63. Mössner), Kraus (82. Bachl-Staudinger)Schalke 04 II: Unnerstall – Pachan, Hermsen, Fahrenhorst, Stark – Streit, Latza – Glowacz (78. Pires-Rodrigues), Muhovic (82. Langlitz), Pourie - QuotschallaTor: 1:0 Mössner (80.)Schiedsrichter: Christian GittelmannZuschauer: 2154