Fußball-Pokal: Eintracht Trier schrammt an Blamage vorbei

Fußball-Pokal: Eintracht Trier schrammt an Blamage vorbei

Eintracht Trier ist am Dienstagabend im Rheinlandpokal-Halbfinale nur äußerst knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. Erst nach Elfmeterschießen bezwang der Regionalligist die zwei Klassen tiefer angesiedelte SG Zell-Bullay/Alf mit 6:5.

(bl) Damit steht Trier zum vierten Mal in Folge im Finale des Verbandswettbewerbs. Sollte am Mittwoch die TuS Koblenz II in der zweiten Vorschlussrunden-Partie gegen Burgbrohl ins Endspiel einziehen, wäre Trier bereits für den DFB-Pokal qualifiziert.

Was für eine Dramatik vor mehr als 1000 Zuschauern auf der Kunstrasenanlage in Zell. Mit 6:5 nach Elfmeterschießen hat sich Trier im Rheinlandpokal-Halbfinale gegen die SG Zell durchgesetzt. Eintracht-Tormann Kenneth Kronholm parierte den Strafstoß von Özgür Akin, abschließend drosch Marc Mees den Ball in den Zeller Nachthimmel.

Schon nach fünf Minuten hatte die Eintracht vorgelegt. Sahr Senesie traf per Flachschuss zum 1:0. „Weiter geht’s, weiter geht’s“ – Senesie versuchte seine Mitspieler dazu zu animieren, danach direkt die Entscheidung zu suchen. Doch Trier tat in der Folge viel zu wenig. Zudem wurden Risser, Senesie, Wagner und Co. mehrfach wegen Abseits zurückgepfiffen, was den Zorn der Trierer auf das Schiedsrichtergespann um David Bittner (Neuerburg) heraufbeschwor.

Die Quittung für Nachlässigkeiten und Phlegma: Nach einer Ecke von Sascha Schmitz, der wegen des Vulkanasche-Flugverbots erst kurzfristig aus der Türkei zurückgekehrt war, köpfte Akin das 1:1 für den tapfer auftretenden Rheinlandligisten SG Zell-Bullay/Alf (51.). Trier musste nun mehr als einen Gang hochschalten. In der 65. Minute vergab Martin Wagner freistehend vor Torwart Christoph Braun. Sechs Minuten später machte es Gustav Schulz besser. Er verwertete eine Ablage von Wilko Risser zur erneuten Trierer Führung (71.). Zuvor war Andreas Anicic über die rechte Seite bis zur Grundlinie durchgebrochen.

Das war’s? Von wegen! Mit dem Schlusspfiff traf Schmitz per direkt verwandelter Ecke zum 2:2 (93.). Kronholm sah dabei nicht gut aus. Verlängerung. Dort fiel kein weiterer Treffer. Im Elfmeterschießen trafen Schulz, Senesie, Nicolas Fernandes und Fabio Fuhs für Trier, für die SG Zell markierten Schmitz, David Wieber und Ingo Weber die Treffer. „Das war nicht optimal. In der Abwehr haben wir gezittert. Entscheidend ist am Ende das Weiterkommen“, sagte Eintracht-Trainer Roland Seitz nach Spielschluss. Die Eintracht-Spieler bejubelten ihren Keeper Kronholm, die Zeller Zuschauer feierten ihr Team für einen couragierten Auftritt.

Wenn am Mittwoch im zweiten Halbfinale die TuS Koblenz II gegen die Spvgg. Burgbrohl die Oberhand behält, wäre Trier bereits durch die Finalteilnahme für die erste DFB-Pokal-Hauptrunde qualifiziert. Grund: Als Zweitvertretung eines Lizenzclubs darf Koblenz nicht am DFB-Pokal teilnehmen. Aufstellung Trier: Kronholm – Fernandes, Cinar, Lacroix, Rakic – Anicic (77. Kempny), Bettmer (46. Schulz), Bachl-Staudinger (85. Fuhs), Wagner – Risser, Senesie

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