Fußball: SG Schneifel bietet 1. FC Köln Paroli

Fußball: SG Schneifel bietet 1. FC Köln Paroli

Hut ab vor Fußball-Bezirksligist SG Schneifel: Im Testspiel am Mittwochabend gegen Erstligist 1. FC Köln schlug sich das Team wacker. Nach 90 Minuten stand es vor weit mehr als 3000 Zuschauern in Stadtkyll nur 1:3.

Er war der unumstrittene Star des Abends. Er zog die Fans magisch an. Alleine seine Präsenz reichte, um viele junge Anhänger zum Kreischen zu bringen. Nationalspieler Lukas Podolski löst nach seiner Rückkehr zum 1. FC Köln die erwartete Hysterie aus.

Viele Zuschauer lechzten am Rande des ersten Testspiels der Rheinländer in der Saion-Vorbereitung bei der SG Schneifel nach einem Autogramm von Prinz „Poldi“. Alle Wünsche konnte der 24-Jährige, der von mehreren Bodyguards gesondert „bewacht“ wurde, nicht erfüllen - auch wenn er sich entlang eines eigens errichteten Zauns rund 15 Minuten Zeit nahm.

Auf dem Spielfeld bot Podolski den weit mehr als 3000 Zuschauern auf der Sportanlage in Stadtkyll noch nicht viel seines Könnens. Ein strammer Schuss aufs Tor von Dirk Bormann - das war im großen und ganzen „Poldis“ Arbeitsnachweis in der ersten Halbzeit. Danach ging er wie die meisten Spieler der Startelf vom Feld – Kölns Neu-Trainer Zvonimir Soldo wechselte sein Team mit Ausnahme von Torwart Thomas Kessler kräftig durch.

Der FC machte im Rahmen seines Trainingslagers in Bitburg Station in Stadtkyll. Der gastgebende Bezirksligist schlug sich gegen den Erstligisten über weite Strecken wacker. Durch zwei Treffer von Manasseh Ishiaku (34., 36.) sowie eines Tors von Adil Chihi (51.) zog Köln „nur“ auf 3:0 davon. Den gut kämpfenden Eifelern gelang der verdiente Ehrentreffer. Verteidiger Thomas Zapp erzielte per Freistoß das 1:3 (66.).

„Mein Trainer sagt immer, ich solle bei Freistößen nicht schlenzen, sondern dank meiner Kraft versuchen, mit strammen Schüssen den gegnerischen Torwart zu einem Fehler zu zwingen. Das hat heute funktioniert“, freute sich Zapp über seinen gelungenen 17-Meter-Hammer. Trainer Robert Juchems zollte seiner Mannschaft Respekt: „Gegen einen Bundesligisten nur 1:3 zu verlieren ist schon eine tolle Sache.“ Weil sein Team so gut aussah, muss der 50-Jährige nun zahlen. Vor dem Spiel hatte er eine „Prämie“ fürs Team ausgesetzt, sollten seine Spieler weniger als fünf Gegentore kassieren. So kam es - und Juchems ist nun 500 Euro ärmer.

Die Verantwortlichen der SG Schneifel werten den Abend ebenfalls als Erfolg. Fußball-Abteilungsleiter Dietmar Juchmes: „Wir haben ein Spektakel erlebt. Es war eine gute Werbung für die SG Schneifel.“ .

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