Fynn und Anni waren am Schnellsten

Fynn und Anni waren am Schnellsten

Viele Jahre ist es her: Das Neujahrsbaby - für Trier und den Kreis Trier-Saarburg - kommt aus Saarburg. Doch Trier ließ nicht lange auf sich warten: Schon 24 Minuten nach der Saarburger Geburt ertönte auch im Mutterhaus Babygeschrei.

(LH) Das Trierer Neujahrsbaby - zusammengenommen für die Krankenhäuser von Stadt und Landkreis Trier-Saarburg - heißt Fynn Weier. Der stramme Junge (4150 Gramm schwer und 56 Zentimeter groß) erblickte das Licht der Welt, als die Uhr im Kreißsaal des Saarburger St. Franziskus Krankenhauses auf 5:06 Uhr zeigte. Die glücklichen Eltern, Nadine Weier (27) und Stephan Weier (30), kommen aus Wincheringen. Sie stammt aus Trassem. „Ich bin froh, dass jetzt alles vorbei ist“, lautete der erste Kommentar der glücklichen Mutter. Genau als das Silvester-Feuerwerk um Mitternacht einsetzte, hatten die Weiers diesmal Wichtigeres zu tun, als sie sich auf den Weg ins Krankenhaus machten.

Der erste Nachwuchs des jungen Paares wollte partout nicht länger warten, obwohl es noch zwei Tage hingewesen wären, bis zum errechneten Entbindungstag, sagt die Mutter. Als Geburtshelfer mit dabei waren Dr. Josef Jablonski und die Hebamme Wipke Schons.

Genau 24 Minuten länger „überlegte“ Anni Quint auf der Entbindungsstation des Trierer Mutterhauses. Um 5:30 Uhr trat das kleine Mädchen ins Erdendasein ein (2860 Gramm, 50 Zentimeter groß). Neben den Eltern, Stefanie Quint (27) und Daniel Quint (30) aus Lorscheid, freute sich vor allem Töchterchen Lena (3) über das Schwesterlein. Sie wollte es unbedingt als erste sehen. Ein Wunsch, den ihr die Eltern am Neujahrsmorgen natürlich gerne erfüllten.

Ehemann Daniel hatte seine Frau an Silvester ins Krankenhaus gebracht. Eile sei keine geboten, hieß es, was sich dann aber als Trugschluss entpuppte. Als der glückliche Vater zu Hause den Anruf bekam, dass es offensichtlich doch schon früher losgehe mit der Geburt, setzte er sich gleich ins Auto - kam aber um Minuten zu spät an. Daniel Quint: „Ich wäre sehr gerne dabei gewesen, aber was soll's: Hauptsache alle sind wohlauf.

„Bis zum Vormittag blieb es bei der einen Geburt, trotz mehrerer Kandidatinnen „in Lauerstellung“, sagte die zur Geburt diensthabende Ärztin, Dr. Barbara Noldin-Bretz. Mit von der Partie Hebamme Anja Doulen. Auf den Entbindungsstationen im Ehranger Marienkrankenhaus, dem Hermeskeiler St. Josef-Krankenhaus - wie auch im Trierer Elisabeth-Krankenhaus - blieb es in der Nacht von Silvester auf Neujahr ruhig.

Mit insgesamt 896 Geburten, davon 46 Zwillings- und eine Drillingsgeburt, hatte das Trier Trierer Mutterhaus die meisten Neugeborenen in 2008 zu verzeichnen. Therese Bernarding: „Gerne hätten wir die 900 noch vollgemacht.“
Extra

Geburten in Trier und Umgebung 2008

24 Minuten länger brauchte das erste Neujahrsbaby in Trier. Im Mutterhaus kam Anni Quint um 5.30 Uhr zur Welt. Darüber freuen sich die Eltern, Daniel und Stefanie Quint, aber Töchterchen Lena (drei) genauso. Foto: Ludwig Hoff

Statistik der Geburten 2008 in den Krankenhäusern in Trier und im Kreis Trier-Saarburg, Zahlen in Klammern = 2007. Mutterhaus der Borromäerinnen 896 (901), Marienkrankenhaus Trier-Ehrang 680 (706), Evangelisches Elisabeth-Krankenhaus 560 (521), Kreiskrankenhaus Saarburg 242 (212), St. Josef-Krankenhaus Hermeskeil 225 (189).