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Gedenken an Mutsuko Ayano

Eine von Rotariern gestiftete Gedenkstele am Ort des brutalen Raubüberfalls erinnert an die japanische Studentin Mutsuko Ayano (1956 -1983).
Eine von Rotariern gestiftete Gedenkstele am Ort des brutalen Raubüberfalls erinnert an die japanische Studentin Mutsuko Ayano (1956 -1983). FOTO: Roland Morgen
Trier. In einer Feier am Gedenkstein nahe der Kreuzwegkapelle auf dem Petrisberg erinnerte die Universität Trier am Freitag an Mutsuko Ayano. Es war der 25. Jahrestag des Todes der japanischen Studentin, die Opfer eines brutalen Raubüberfalls wurde.

(rm.) Das Samenkorn ist aufgegangen – ganz im Sinne von Mutsuko Ayano und ihrer Familie. Das japanische Sprichwort „Eigenes Unglück in Glück umwandeln“ haben die Eltern der am 21. November 1983 verstorbenen Studentin auf bewundernswerte Weise mit Leben erfüllt.

In einer großmütigen Geste haben sie die finanziellen Grundlagen für den Mutsuko-Ayano-Fonds geschaffen, den der Freundeskreis der Universität Trier verwaltet. Firmen, Clubs und Privatleute in Deutschland und Japan tragen mit dazu bei, dass seit 1984 regelmäßig japanische Studenten für ein Jahr zum Studium nach Trier kommen können.

Von der Stiftung profitierten bereits mehr als 35 Stipendiaten; einige von ihnen lehren inzwischen selbst an einer Hochschule. Zwei Universitäts-Partnerschaften sind durch die Initiative von Ayano-Stipendiaten entstanden und verfielfältigen den Austausch in beide Richtungen weiter. Die Uni Trier steht in engem Kontakt zur Familie Ayano.

Präsident Peter Schwenkmezger und Gretlies Haungs (Direktorin des Akademischen Auslandsamtes) besuchten sie kürzlich in Japan. Familie Ayano sei dankbar, dass das Andenken an ihre Tochter weiter lebt und habe mit großer Freude die Nachricht aufgenommen, dass eine Straße im Neubaugebiet auf dem Petrisberg nach Mutsuko benannt wurde. Yutaka Ayano schreibt zur Neuauflage der Briefe seiner Tochter, die von der Uni in Übersetzungen auszugsweise veröffentlich wurden: „Uns ist ein solches Unglück widerfahren, doch ich bin zufrieden und froh, immer weiter das Aufblühen jenes Samenkorns verfolgen zu dürfen, das Mutsuko einst gesät hat.“

Neben Uni-Vertretern nahmen an der Gedenkfeier am Freitag auch OB Klaus Jensen, Vertreter des Rotary-Clubs sowie zahlreiche Trierer Bürgerinnen und Bürger teil.