Gefährlicher Leichtsinn: Jugendliche blenden Polizeihubschrauber und Flugzeug mit Laserpointer

Bernkastel-Kues · Die Besatzung eines Polizeihubschraubers ist laut Polizei am Montag, 19. Juli, 22.50 Uhr, im Bereich Bernkastel von einem Laserstrahl erfasst worden. Gleiches passierte dem Piloten einer Ryan-Air-Maschine. Die Täter erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

Der Hubschrauber befand sich auf einem Fortbildungsflug zum Fliegen mit Restlichtverstärker im Moseltal.

Nach Einschätzung des Piloten der in Winningen gestarteten Maschine dürfte es nur zufällig nicht zu einer Blendung des Piloten gekommen sein.

Anscheinend sei der Hubschrauber bewusst mit einem Laser anvisiert worden.

Auch ein Pilot der irischen Fluggesellschaft Ryan Air meldete, dass er auf dem Landeanflug zum Flughafen Hahn massiv von einem grünen Laserstrahl „beschossen“ worden sei. Hierbei soll es zu einer Blendung des Piloten gekommen sein.

Zusammen mit der Polizei Bernkastel konnte die Quelle der Blendung auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses in einem Bernkasteler Stadtteil ausgemacht werden, nachdem der Hubschrauber die eigene Beleuchtung ausgeschaltet hatte.

Als Tatverdächtige konnte eine Gruppe junger Leute ermittelt werden, die sich auf dem Balkon aufhielt.

Wegen des zeitlichen und räumlichen Zusammenhanges ist nach Polizeiangaben davon auszugehen, dass für beide Zwischenfälle die gleiche Gruppe Jugendlicher in Frage kommt.

Ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr ist eingeleitet.

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