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Gericht entscheidet: Tantra-Massagen mit Prostitution vergleichbar

Urteil : Trierer Gericht entscheidet: Tantra-Massagen mit Prostitution vergleichbar

Was unterscheidet eine Tantra-Massage und Prostitution? Nicht viel. Zumindest, wenn es nach dem Trierer Verwaltungsgericht geht. Was dahintersteckt.

Interessanter Beschluss des Trierer Verwaltungsgerichts: Eine Frau, die in Trier eine Praxis für Yoga, Meditation und Tantra-Massagen betreibt und diese aufgrund der Corona-Pandemie seit dem 13. März geschlossen halten muss, hatte sich mit einem Eilantrag an das Gericht gewendet. Darin forderte sie, ihre Praxis wieder öffnen zu dürfen.

Der Massagebetrieb sei ihrer Auffassung nach nicht mit einem Bordell vergleichbar – die im Land aufgrund der zehnten Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz weiter geschlossen bleiben müssen. Das Infektionsrisiko, so die Dame, sei in ihrer Praxis nicht höher einzustufen als bei einer erlaubten Wellnessmassage.

Doch keine Chance, die Richter lehnten den Eilantrag ab. Begründung: „Soweit die Antragstellerin Tantra-Massage praktiziere, handele es sich bei ihrem Betrieb um eine Prostitutionsstätte im Sinne des Prostituiertenschutzgesetzes, denn die Tantra-Massage umfasse sexuelle Handlungen am Körper des Kunden/der Kundin.“ Somit bleibt die Praxis weiter geschlossen.