Gerolstein: 2008er-Etat der VG Gerolstein

Gerolstein: 2008er-Etat der VG Gerolstein

Auf eine Anhebung der Verbandsgemeinde-Umlage um 7,5 auf 45,5 Prozentpunkte müssen sich die Dörfer des Gerolsteiner Landes einrichten. Am Dienstag beschließt der VG-Rat den Etat für 2008.

„Das Risiko ist einfach zu groß. Falls das Thema Doping bei der Deutschland-Tour aufgekommen wäre, hätte das mit Sicherheit keinen positiven Effekt fürs Gerolsteiner Land gebracht.“ Mit diesen Worten begründet Gerolsteins Bürgermeister Matthias Pauly (CDU) die Streichung dieses Postens aus dem Etat-Vorschlag der Verwaltung für 2008. Zwar bedauere er, „dass wir Nein sagen müssen, denn dem Gerolsteiner Brunnen lag viel an diesem Projekt“, doch neben der Gefahr eines Image-Schadens seien vor allem die finanziellen Gesichtspunkte ausschlaggebend gewesen. „50.000 Euro plus X“ wären laut Pauly der Beitrag der Verbandsgemeinde (über die Tourismus- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (TW) Gerolsteiner Land) gewesen. Und das sei in der jetzigen Finanzsituation zu viel. Trotz allen Verzichts: Der Beitrag für die TW in 2008 sinkt nicht, sondern steigt sogar um 20.000 Euro: auf 450.000 Euro.

In fast allen Bereichen sieht das anders aus. So beläuft sich die Summe aller Investitionen gerade einmal auf knapp 120.000 Euro. 50.000 Euro davon entfallen für den Kauf eines neuen Tanklösch-Fahrzeugs für die Feuerwehr Gerolstein, 30.000 Euro für die Erneuerung der EDV-Anlage sowie Einrichtungsgegenstände im Rathaus. Für die Schulen stehen nur 21.400 Euro zur Verfügung. Die darüber hinaus geplanten Schulinvestitionen in Höhe von 70.000 Euro (vor allem für die Regionale Schule in Gerolstein) werden ebenso nach 2009 verschoben wie Sanierungsarbeiten im Hallenbad (75.000 Euro).

Alles in allem ist die Finanzsituation 2008 vor allem geprägt durch einen Rückgang der Einnahmen. Während anfangs noch alles danach ausgesehen habe, als ob 2008 „ganz normal“ wird, habe sich nach dem Sommer ein deutlicher Einnahme-Rückgang abgezeichnet. Hintergrund sind die Gewerbesteuerrückzahlungen der Stadt an den Gerolsteiner Brunnen in Millionenhöhe, die sich nun auch auf die VG-Umlage auswirken. Weil die Stadt an Finanzkraft verloren hat, muss sie auch nicht mehr so viel Umlage bezahlen. Das ist gut für sie, aber schlecht für die VG, die sich maßgeblich über die Umlage finanziert.

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