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Veranstaltung
Als die Waffen ruhten: Die Feldpost der Heimkehrer

Diese Postkarte mit einer Ansicht Gerolsteins, die an den Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren erinnert, ist bei der Sammlerbörse in Gerolstein zu sehen.
Diese Postkarte mit einer Ansicht Gerolsteins, die an den Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren erinnert, ist bei der Sammlerbörse in Gerolstein zu sehen. FOTO: TV / Karl Servatius
Gerolstein. Briefmarkensammler aus Gerolstein zeigen Exponate vom Ende des Ersten Weltkriegs.

Am 11. November 1918 trat das Waffenstillstandsabkommen in Kraft, das den Ersten Weltkrieg beendete. Danach hatten die deutschen Soldaten 14 Tage Zeit, Frankreich und Belgien zu verlassen. Dies bedeutete für die Eifel eine starke Belastung durch Truppenrückführungen. Die Rother Schulchronik berichtet: „In der Zeit vom 16. bis 29. November waren täglich Einquartierungen im Dorf.“ Der Müllenborner Chronik ist zu entnehmen, dass die Rückführung geordnet ablief und „man merkte es den Leuten an, dass sie sich den unglücklichen Ausgang des Krieges  sehr zu Herzen nahmen“.

Die Soldaten nutzten die Möglichkeit, per Feldpost über die Heimkehr zu informieren. So schrieb am 22. November 1918 Leutnant Steimann aus Stadtkyll in einem Brief  seinem Vater, dass er am 20. November morgens die deutsch-belgische Grenze überschritten habe. Unteroffizier Oest kaufte sich am 28. November in Gerolstein eine Ansichtskarte. Diese sandte er als Feldpost an Schülerin Elfriede Oest und beendet seine Mitteilung mit einem für alle sicherlich erlösenden „so ich gesund bleibe, gedenke ich Weihnachten bei Euch zu sein. Dein Papa“.

Die Stücke, die an das Ende des Kriegs erinnern, sind Sammelgebiete der Mitglieder des Briefmarken- und Münzsammlerverein Eifelland. Die Mitglieder treffen sich in der Regel am ersten Sonntag des Monats im Café am Brunnenplatz in Gerolstein. Das nächste Treffen ist am Sonntag, 2. Dezember, von 10 bis 12 Uhr.

Nähere Infos gibt Karl Servatius aus Gerolstein, Mail k.servatius@t-online.de, Telefon 06591/5410.