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Basberg feiert den Sieg bei "Unser Dorf hat Zukunft"

Es sind Ferien, doch alle Basberger, die da sind, feiern den ersten Platz im Gebietsentscheid im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. TV-Foto: Vladi Nowakowski
Es sind Ferien, doch alle Basberger, die da sind, feiern den ersten Platz im Gebietsentscheid im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. TV-Foto: Vladi Nowakowski FOTO: Vladi Nowakowski (now) ("TV-Upload Nowakowski"
Basberg. Einen "herausragenden ersten Platz" hat die Bezirkskommission des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" den Basbergern bescheinigt. Der 88-Einwohner-Ort stellt sich nun neuer Konkurrenz auf Rheinland-Pfalz-Ebene. Vladi Nowakowski

Als die erste Sektflasche geköpft wird, wirkt die Situation wie aus einem Heimatroman ausgeschnitten: Die Kinder spielen auf der Straße, die Einwohner, die nicht in Urlaub sind, versammeln sich allmählich vor dem kleinen Bürgerhaus - man kennt sich, man mag sich, man freut sich gemeinsam.

In der schriftlichen Begründung zum Urteil der sechsköpfigen Fach-Jury steht es schwarz auf weiß: Basberg hat im rheinland-pfälzischen Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" in der Region Trier einen "herausragenden ersten Platz" erzielt. "Wir haben absolut nicht damit gerechnet", sagt Ortsbürgermeister Franz-Josef (Jojo) Diederichs bei der spontanen Feier. Umso größer sei die Freude, weil "wir keine große Show abgezogen hatten, als uns die Kommission besuchte, sondern authentisch dargestellt haben, wie wir hier das Miteinander der Generationen gestalten und was wir für die Zukunft unserer Gemeinde tun".

Für die aktuell 88 Basberger sei das gute und funktionierende Zusammenleben unterhalb des Katzenbergs Alltag, betonen Diederichs und seine Amtsvorgängerin Petra Himmels. Dazu zähle eben auch die gegenseitige Unterstützung und die Eigenleistung der Bürger, die der Gemeinde trotz klammer Kassenlage immer wieder ermöglicht, wichtige Projekte anzugehen. In der Entscheidung der Jury wird auch das lobend herausgestellt: "Basberg betreibt mit Mitteln der Dorferneuerung eine sehr erfolgreiche Ortsentwicklung und weist eine hervorragende Beteiligung der Bürger aller Altersschichten und vor allem der Kinder auf."

Auch dies ist ein Alleinstellungsmerkmal des Ortes, der innerhalb der 193 teilnehmenden Gemeinden in der Region Trier den Spitzenplatz erreichte: Sagenhafte 25 Prozent der Basberger sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. "Das macht so mancher jungen Familie die Entscheidung, nach Basberg zu ziehen, schmackhaft", sagt der Bürgermeister. Da ist es wenig überraschend, dass für Kinder und Jugendliche des Ortes immer ein reichhaltiges Angebot zur Freizeitgestaltung vorhanden ist. "Denn die Kinder sind die Zukunft des Ortes", sagt Petra Himmels, die bereits vor vielen Jahren gemeinsam mit Maria Götten und Rosi Harings die Kindergruppe "Basberger Halunken" gegründet hatte, die bis heute besteht.

Allen, die nun aufhorchen und sich solch einen Wohnort wünschen, sei gesagt, dass die Gemeinde über keine eigenen Bauplätze verfügt. "Doch private Baugrundstücke sind noch vorhanden", sagt Jojo Diederichs. Ein Baugebiet außerhalb des Dorfes sei nie geplant gewesen: "Wir wollten immer die Bausubstanz im Dorfinneren erhalten, und das hat auch funktioniert."

Da die Dorferneuerungsmaßnahme, die 2010 begonnen wurde, auch weiter greift, freuen sich junge Familien, die Gebäude im Dorfzentrum renovieren, auch weiter über Fördergelder.
Auf Kreis- und Bezirksebene erfolgreich, bietet sich dem Ort eine neue, große Bühne: Nun kommt die Konkurrenz aus ganz Rheinland-Pfalz.Extra: Kommission ist ab 14.August unterwegs


Die Bereisung der Gemeinden, die sich für den Landesentscheid qualifiziert haben, beginnt am Montag, 14. August. Das sind die Basberger Konkurrenten: Oberhausen/Nahe (Kreis Bad Kreuznach), Oberdreis (Kreis Neuwied), Staudt (Westerwaldkreis), Plittersdorf (Kreis Ahrweiler, Oberhausen bei Kirn (Kreis Bad Kreuznach), Oberkail (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Ayl (Kreis Trier-Saarburg), Siefersheim (Kreis Alzey-Worms), Bottenbach (Kreis Südwestpfalz) und Bennhausen (Donnersbergkreis).