| 18:01 Uhr

Meinung
Bebauung in weiter Ferne

FOTO: TV / Schramm, Johannes
Der durchaus dicke Geduldsfaden der Verantwortlichen beim Gerolsteiner Brunnen ist gerissen. Verwundern darf das niemand, hat Geschäftsführer Schwarz doch schon vor anderthalb Jahren unmissverständlich gesagt, dass er rasch Erfolge sehen will. Von Mario Hübner
Mario Hübner

Nun der Ausstieg des Mineralbrunnens (und des von ihm beauftragten Planungsbüro Faco) aus dem Konversionsvorhaben, das dadurch erneut zurückgeworfen wird. Eine Bebauung und damit Impulse für die Innenstadt rücken somit noch weiter in die Ferne.

Woran lag es? Mit Sicherheit hat eine Rolle gespielt, dass ein solches Verfahren angesichts hunderter Auflagen komplex und nicht in zwei, drei Jahren zu stemmen ist – wie man jetzt weiß. Aber dort, wo die Stadt heute steht, hätte sie bereits vor einigen Jahren stehen können. Vorausgesetzt, sie hätte mehr Elan und mehr Mut an den Tag gelegt. Denn eine Bürgerbeteiligung ist von Anfang an nur halbherzig betrieben worden und stets folgenlos geblieben. Und den Architektenwettbewerb, für den die Stadt ja hohe Zuschüsse erhalten hätte, in letzter Minute noch zu stoppen, war ebenfalls ein großer Fehler. Noch ist nicht viel passiert – leider und zum Glück. Denn  wenn das Zaudern nun dazu führt, dass der LBM mit seinen 150 Jobs aus Gerolstein abwandert, ist der GAU da.

m.huebner@volksfreund.de