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Politik
Fünf wollen Pauly beerben

Matthias Pauly.
Matthias Pauly. FOTO: TV / Mario Hübner
Gerolstein. Ein Quintett an Bewerbern gibt es für die Bürgermeisterwahl in der neuen VG Gerolstein. Von Mario Hübner
Mario Hübner

Die Frist für die Einreichung von Bewerbungen für die Bürgermeisterwahl in der neuen Verbandsgemeinde (VG) Gerolstein, die sich ab 1. Januar 2019 aus den bisherigen VGen Gerolstein, Hillesheim, Obere Kyll zusammensetzen wird, ist Montagabend abgelaufen, die Kandidatenliste steht somit. Zu den Bewerbern für die Wahl am 21. Oktober (Stichwahl am 4. November), über die der TV bereits kontinuierlich berichtet hat, hat sich nach Auskunft der Gerolsteiner Verwaltung kurz vor Toresschluss auch niemand mehr hinzugesellt. Somit bleibt es bei einem Quintett an Kandidaten, das sich um die Nachfolge von Matthias Pauly (CDU) bemüht. Der ist seit 2002 Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerolstein und in diesem Jahr mit den gleichen Aufgaben beauftragt. Zunächst hatte der heute 60-Jährige vor, bei der Wahl nochmals anzutreten, doch gesundheitliche Probleme haben ihn zum Umdenken gebracht. Im Mai dieses Jahres dann seine Ankündigung, sich nicht mehr der Wiederwahl zu stellen.

Die CDU als traditionell stärkste Kraft im Gerolsteiner und Hillesheimer Land sowie an der Oberen Kyll hatte sich anschließend bereits früh aus der Deckung gewagt, ihren Kandidaten präsentiert und den Wahlvorschlag eingereicht:  Gerald Schmitz (CDU). Die Christdemokraten wählten den 34-jährigen Juristen und Polizeibeamten der Inspektion Adenau einstimmig zu ihrem Kandidaten. „Das ist eine beeindruckende Unterstützung“, freute sich Schmitz. Der dreifache Familienvater ist in Gerolstein geboren und aufgewachsen, derzeit baut er in Hillesheim. Er war bereits Mitglied des Stadt- und Verbandsgemeinderats Gerolstein.

Auch die Grünen treten mit einem eigenen Kandidaten an: Es ist Dietmar Johnen (Bündnis 90/Die Grünen) aus Kalenborn-Scheuern, der von 2011 bis 2016 für die Grünen im rheinland-pfälzischen Landtag saß, dann aber den Wiedereinzug nicht schaffte. Seit 2001 lebt der gelernte Landwirt aus der Nordeifel in Rheinland-Pfalz, zunächst im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Seit 2013 wohnt er mit seiner Familie in Kalenborn-Scheuern. „Bauer bin ich seit dem 13. Lebensjahr“, sagt Johnen, der nebenher mit seiner Frau eine Biolandwirtschaft mit Schafhaltung betreibt. Beruflicher Schwerpunkt ist für ihn mittlerweile aber das Umweltministerium in Mainz. Politisch ist er auf Kreisebene aktiv: als Sprecher des Kreisverbands Vulkaneifel der Grünen und als ihr Fraktionsvorsitzender im Kreistag. Sein Hobby: Er spielt Fußball in der AH.

Eine weitere Partei geht mit eigenem Kandidaten ins Rennen: Martin Gräf (FDP) schickt sich ebenfalls an, den Chefsessel im Gerolsteiner Rathaus zu erobern. Der 31-jährige Dauner, aufgewachsen in der Osteifel, ist seit 2017 Mitglied der Freien Demokraten und war bisher nicht kommunalpolitisch aktiv. Nach einem Studium der Forstwissenschaften ist er in der Holzwirtschaft tätig.

Hinzu kommen zwei Einzelbewerber: Der eine ist im Gerolsteiner Land ein bekanntes Gesicht: Hans Peter Böffgen aus Pelm. Der gebürtige Gerolsteiner tritt als unabhängiger Kandidat an, wird aber zumindest von der SPD offziell unterstützt. Der 53-Jährige ist Vorsitzender des SV Gerolstein, Fußballschiedsrichter, Vorstandsmitglied in Gewerbe- und Tourismusverein und seit 2002 Geschäftsführer der Tourismus- und Wirtschaftsförderung GmbH (TW) Gerolsteiner Land. Zuvor hat der Verwaltungswirt 15 Jahre in der Kommunalverwaltung gearbeitet.  Böffgen lebt mit seiner Frau Ariane und den sechs Kindern (im Alter von drei bis 20 Jahren) in Pelm.

Der andere Einzelbewerber ist Hans-Jürgen Breuer. Er war zehn Jahre lang Ortsbürgermeister von Hallschlag. 2014 gründete der Ex-CDU-Mann die „Liste Bürgerwille“ und kämpfte für eine Fusion der Verbandsgemeinden Obere Kyll und Prüm. Daraus wurde nichts – der 58-Jährige will nun das Ruder in Gerolstein übernehmen.

Die SPD und die FWG stellen keinen eigenen Bewerber für die Bürgermeisterwahl.

Der TV wird in der Woche vor der Wahl am 21. Oktober ein großes Forum veranstalten, bei dem sich die Kandidaten präsentieren können und sich den Fragen des TV und der Besucher stellen werden. Ort und Zeit werden noch bekanntgegeben.