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Kommunalpolitik
CDU hat vorgelegt, Grüne fast soweit

Es kommt Bewegung in die Gerolsteiner Bürgermeisterwahl (von links): Die CDU hat Gerald Schmitz nominiert, bei den Grünen wird Dietmar Johnen hoch gehandelt, weitere Kandidaten werden erwartet.
Es kommt Bewegung in die Gerolsteiner Bürgermeisterwahl (von links): Die CDU hat Gerald Schmitz nominiert, bei den Grünen wird Dietmar Johnen hoch gehandelt, weitere Kandidaten werden erwartet. FOTO: TV / CDUI Gerolstein
Gerolstein/Hillesheim/Jünkerath. Für die Bürgermeisterwahl in Gerolstein steht bislang nur Gerald Schmitz (CDU) als Kandidat fest, die Grünen wollen mutmaßlich Dietmar Johnen nominieren, die anderen Parteien und Gruppierungen suchen noch.  Von Mario Hübner
Mario Hübner

Die CDU als traditionell stärkste Kraft im Gerolsteiner und Hillesheimer Land sowie an der Oberen Kyll hat vorgelegt: Für die auf den 21. Oktober (Stichwahl am 4. November) terminierte Wahl des Bürgermeisters der neuen Verbandsgemeinde (VG) Gerolstein, die sich ab 1. Januar 2019 aus den bisherigen VGen Gerolstein, Hillesheim, Obere Kyll zusammensetzen wird, hat sie als erste ihren Kandidaten präsentiert. Es ist Gerald Schmitz. Die CDU wählte den 34-jährigen Polizeibeamten und Juristen einstimmig zu ihrem Kandidaten. „Das ist eine beeindruckende Unterstützung“, freute sich Schmitz. Der dreifache Familienvater ist in Gerolstein geboren und aufgewachsen, derzeit baut er in Hillesheim. Er war bereits Mitglied des Stadt- und Verbandsgemeinderats Gerolstein.

Bei den anderen Parteien und Gruppierungen zwischen Densborn, Hallschlag und Üxheim ist man noch nicht so weit. So sagt Uwe Schneider, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Gerolsteiner Land: „Wir führen derzeit unterschiedliche interne Gespräche in den SPD-Ortsvereinen der bisherigen drei Verbandsgemeinden.  Auch zu anderen Gruppierungen gibt es  einige Gesprächskontakte. Noch sind wir aber nicht soweit, einen eigenen oder gemeinsamen Kandidatin oder eine Kandidatin vorstellen zu können. Die Aufstellung der Liste für den neuen VG-Rat hatte Priorität.“

Grundsätzlich halten es die Genossen aber „erstrebenswert, eine gemeinsame Kandidatin/einen gemeinsamen Kandidaten für das Bürgermeisteramt  zu gewinnen“.

Als Voraussetzung für das Bürgermeisteramt in der großen neuen VG sollte der Bewerber neben Verwaltungserfahrungen eine  besondere Bindung zur Eifel und den hier lebenden Menschen sowie fundierte Kenntnis des Lebens- und Wirtschaftsraums Vulkaneifel haben.

Für das Zusammenwachsen der drei bisherigen Verbandsgemeinden sei zudem eine „Persönlichkeit gefordert, die  das Vertrauen in eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft fördert“. Wichtig wird dabei sein, in den bisherigen Verwaltungsstandorten durch Bürgerbüros eine leistungsstarke, bürgernahe Verwaltung  einzurichten.

Klaus-Dieter Peters, FWG-Fraktionssprecher im VG-Rat Gerolstein sagt, dass es darum gehe, die drei Verwaltungen zusammenzuführen und gemeinsame Projekte unter anderem in den Bereichen Wirtschaftsförderung, demographischer Wandel, ländlicher Raum oder Tourismus zu initiieren und umzusetzen. Peters bringt es so auf den Punkt: „Die Kandidatin oder der Kandidat muss Menschen zusammenführen, kompetent Verwaltung führen und Ideen für die Region realistisch aufzeigen und umsetzen.“

Kreisvorsitzende Karin Pinn sagt, dass es noch offen sei, ob die FWG einen eigenen oder mit anderen Parteien zusammen einen gemeinsamen Kandidaten aufstellen werde. Mitte Juli wollen die Freien Wähler entscheiden, wenn sie ins Rennen schicken oder unterstützen.

: „Wir entscheiden nach Kompetenz. Wenn ein Kandidat besonders hervorsticht, werde ich für ihn oder eben auch für sie sein – ungeachtet des Parteibuchs.“ Die Fusion habe schließlich bereits für genügend Gräben gesorgt, da brauche es dringend jemanden, der zusammenführen könne. So sei es für alle Parteien und Gruppierungen schon Arbeit genug, die drei Ortsvereine zusammenzuführen.

Hendrik Eltze, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im VG-Rat Gerolstein, sagt, dass die Grünen dazu tendierten, einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken zu wollen.

Er sagt: „Wir sind derzeit in intensiven Gesprächen mit einem internen Kandidaten, der unsere Ideen für die neue Verbandsgemeinde repräsentiert.“ Bei der Mitgliederversammlung des neu gegründeten Ortsverbandes Kylltal am 12. Juli soll er nominiert werden.

Einen Namen nennen die Grünen aktuell noch nicht. Nach TV-Informationen handelt es sich bei dem heiß gehandelten Kandidaten um den Grünen-Kreisvorsitzenden und ehemaligen Landtagsabgeordneten Dietmar Johnen.

Laut Eltze wollen die Grünen an der Spitze der neuen VG einen „kompetenten Vertreter für die sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen und touristischen Belange“. Dabei werde das Zusammenwachsen der drei Verbandsgemeinden  zu einer starken Einheit im Vordergrund stehen. Eltze sagt: „Wir brauchen eine  starke Persönlichkeit, die in der Lage ist, die Menschen unserer Region zu verstehen und für eine gemeinsame Idee mitzunehmen.“

Bis Montag, 3. September, 18 Uhr, haben die Parteien und Gruppierungen sowie Einzelbewerber Zeit, ihren Wahlvorschlag einzureichen.

Schatten Mann Fragezeichen
Schatten Mann Fragezeichen FOTO: TV / Eltges, Stefanie