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Infrastruktur
Das Dach der Wiesbaumer Kirche wird nun bald saniert

Nicht nur das Dach ist fällig, auch Feuchtigkeit im Mauerwerk der Kirche muss beseitigt werden.
Nicht nur das Dach ist fällig, auch Feuchtigkeit im Mauerwerk der Kirche muss beseitigt werden. FOTO: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner / Eckhard Wegner
Wiesbaum. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt 25 000 Euro für eines der ältesten Gotteshäuser der Eifel zur Verfügung.

(red) Erich Engelke, Ortskurator Koblenz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), und Thomas Kirsch von Lotto Rheinland-Pfalz besichtigen am heutigen Mittwoch die St. Martinskirche in Wiesbaum, um sich vor Ort über die anstehenden Restaurierungsmaßnahmen zu informieren. Die DSD stellt in diesem Jahr 25 000 Euro für die Dacharbeiten an der Kirche zur Verfügung. Die Kirche in Wiesbaum, eines der ältesten Gotteshäuser der Eifel, ist eines von über 160 Objekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und anderen Mitteln allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte.

Die alte katholische Pfarrkirche befindet sich inmitten des Friedhofs, so dass sie heute als Friedhofskirche genutzt wird. Das einschiffige Gotteshaus mit dreiseitig geschlossenem Chor wurde um 1500 errichtet. Angebaut wurde im 18. Jahrhundert eine Sakristei, während das Kirchenschiff nach Abbruch des Turms im 19. Jahrhundert nach Westen verlängert wurde. Fenster befinden sich nur auf der Südseite. Im netzgewölbten Innern haben sich spätgotische und barocke Malereireste erhalten.

Die Kirche hat man in den 1980er Jahren im Innern umfangreich renoviert. Nun muss das undichte Dach saniert werden. Dazu müssen vor der Neueindeckung Feuchtigkeitsschäden in der Dachkonstruktion behoben werden. Zudem weisen Gewölbe- und Mauerwerksrisse auf statische Probleme hin. Schließlich muss die aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk beseitigt werden, da sie eine Gefahr für die Wandmalereien darstellt.