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Eisenbahngeschichte
„Was für New York die Freiheitsstatue, ist für Lissendorf das Stellwerk“

Das weitgehend fertig gestellte Museumsstellwerk kann am nächsten Sonntag im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags der Gemeinden Lissendorf und Birgel besichtigt werden.
Das weitgehend fertig gestellte Museumsstellwerk kann am nächsten Sonntag im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags der Gemeinden Lissendorf und Birgel besichtigt werden. FOTO: TV / Lothar Peter Schun
Lissendorf. Die historische Anlage an der Bahnstrecke wird anlässlich des verkaufsoffenen Sonntags der Gemeinden Lissendorf und Birgel am 14. Oktober erneut geöffnet sein.

(red) Das weitgehend fertig gestellte Museumsstellwerk Lissendorf ist bei der Einweihung den Bürgern des Orts und zahlreichen Eisenbahnfreunden aus der Region vorgestellt worden.

Unter den Gästen, die der Vorsitzende des Fördervereins, Lothar Schun, begrüßte, war auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder. Er sagte: „Die Renovierung des Stellwerks Lissendorf ist äußerst gut gelungen. Mein Dank gilt den vielen Helfern, die durch ihr großartiges ehrenamtliches Engagement zum Erhalt dieses wichtigen Denkmals beigetragen haben. So wird die Erinnerung an die frühere und heutige Bedeutung der Eisenbahn und der Bahnlinie für Lissendorf aufrechterhalten.“

Der Erste Beigeordnete des Kreises Vulkaneifel, Alois Manstein, ging in seinem Grußwort auf den geschichtlichen Hintergrund des Baus der Strecke Dümpelfeld – Lissendorf und damit des Stellwerks ein.

Bemerkenswert war, dass die Eisenbahnfreunde Gerolstein mit einem Triebwagen anreisten und die Küchenmannschaft durch einen bei New York wohnhaften ehemaligen Lissendorfer Bürger verstärkt wurden. Von dem stammt auch der aufmunternde Satz „Was für New York die Freiheitsstatue, ist für Lissendorf das Stellwerk.“ Viele ehemalige Mitarbeiter des Stellwerks konnten ihre alte Arbeitsstätte nochmals betreten, darunter der 90 Jahre alte Fritz Zimmer und der 95 Jahre alte Emil Feyen.

Fördervereinsvorsitzender Schun dankte den Helfern, „die in unzähligen Stunden im und am Stellwerk, durch finanzielle, sachliche Unterstützung und planerische Arbeiten das Stellwerk mitsamt seiner Technik erhalten haben.“ Er wies aber auch darauf hin, dass noch vieles zu tun ist, insbesondere benötigt der als gemeinnützig anerkannte Verein auch weiterhin Geld. Während der Arbeiten am Anfang stellten sich größere Schäden heraus, als vorher erkennbar waren. Eine Einstellung der Arbeiten zu diesem Zeitpunkt hätte wahrscheinlich auch das Aus für das ganze Projekt, zumindest aber eine jahrelange Verzögerung bedeutet. Deshalb wurden die weiteren Arbeiten privat vorfinanziert, so dass dieses Geld noch zurück gezahlt werden muss.

Am nächsten Sonntag wird anlässlich des verkaufsoffenen Sonntags der Gemeinden Lissendorf und Birgel das Stellwerk erneut geöffnet sein. Ab dem Frühjahr 2019 gibt es regelmäßige Öffnungszeiten, Führungen bei Bedarf für Gruppen gibt es bereits jetzt.