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Freizeit
„So viele Probleme gab es noch nie“

Der Marktplatz in Hillesheim wird auch in diesem Jahr am Samstag Schauplatz von Start und Siegerehrung sein.
Der Marktplatz in Hillesheim wird auch in diesem Jahr am Samstag Schauplatz von Start und Siegerehrung sein. FOTO: TV / Jürgen C. Braun
Hillesheim/Oberehe. Ferien, Baustellen, Verwaltungsreform: Warum die Rallye Oberehe in diesem Jahr bereits am ersten Juli-Wochenende und nicht wie gewohnt Mitte August über die Bühne gehen muss.

Die Veranstaltung  ist seit Jahrzehnten bekannt, hat sich einen guten Ruf bei Teilnehmern und Besuchern im In- und Ausland erworben. Das aber schützte die Macher der Rallye Oberehe in diesem Jahr nicht davor, mit völlig neuen Problemen konfrontiert zu werden. Am Ende gab es nur eine Lösung: ein neuer Termin am ersten Juli-Wochenende, rund sechs Wochen früher als sonst. Wolfgang Bürgel, der Vorsitzende des Motorsportclubs (MSC) Oberehe, sagt: „Bei unserem bisherigen Termin im August wären wir mitten in das letzte Ferien-Wochenende hinein geplatzt. Und da hätten wir nicht wie sonst auf die von uns dringend benötigten Räume in der Grundschule Hillesheim zurückgreifen können, weil diese dann schon für den Unterrichtsbeginn am Montagmorgen vorbereitet werden müssen.“ Warum für die in Deutschland und den angrenzenden Benelux-Ländern angesehene Motorsport-Veranstaltung die Räume in der Grundschule unabdingbar sind: „Da ist die Einsatzzentrale, die Leistelle für Polizei und Rettungskräfte, die Auswertung, und wir brauchen sie auch für unser reichhaltiges Equipment. Da muss für Internet gesorgt sein, Leitungen müssen gelegt werden. Und das wäre an unserem gewohnten Wochenende unmittelbar vor Schulbeginn schlicht unmöglich gewesen.“

Frühere Termine, die man in Erwägung gezogen hatte, hätten sich auch als nicht praktikabel erwiesen: „Entweder wir wären mit der Hillesheimer Kirmes kollidiert, und da hätten wir die Markthalle, die wir dringend für die Siegerehrung benötigen, nicht gehabt. Oderunser Termin hätte sich mit dem Eifel Rallye Festival in Daun und der angrenzenden Vulkaneifel überschnitten. Dort sind aber auch viele unserer Mitglieder als Helfer dabei.“

Hinzu kam eine Menge von Baustellen in der nördlichen Vulkaneifel,  aufgrund derer „wir quasi eine völlig neue Rallye mit neuen Streckenführungen hätten erarbeiten müssen.“, wie Bürgel beklagte. Weil das aber alles offensichtlich noch nicht genug war, kam nun auch noch das Problem mit der Verwaltungsreform hinzu.

„Da die Bürgermeisterwahlen erst im Oktober stattfinden, haben wir quasi ein Personal-Vakuum. Unsere gewohnten Ansprechpartner standen in ihrer bisherigen Form und Funktion nicht zur Verfügung. Die Dienststellenleiter, mit denen wir gesprochen haben, waren zwar alle sehr kooperativ, aber beim Prozedere in den Jahren vorher hatten sich doch jede Menge Automatismen bei der Genehmigung bestimmter Voraussetzungen ergeben. Das hat uns Vieles leichter gemacht.“ Eine Unmenge an Behördenterminen hatte den Machern der Rallye Oberehe das Leben im Vorfeld dieser Auflage nicht gerade erleichtert.

„Wir mussten bei der neuen Streckenführung darauf achten, wann wir welche Passagen benutzen wollten. Unsere Streckenabschnitte  haben zwar auch vorher schon Bereiche der drei Verbandsgemeinden Obere Kyll, Gerolstein und Hillesheim tangiert, aber da war alles nur Formsache. Aufgrund der Verwaltungsreform mussten wir jetzt vorher mit neuen Beauftragten in den VG-Verwaltungen sprechen.“

Der Termin Anfang Juli musste auch den Mitgliedern und Helfern erst noch schmackhaft gemacht werden, weil viele von ihnen dann in Urlaub sind. „Wir brauchen für unsere Wertungsprüfungen alleine 110 Streckenposten“ skizziert Bürgel die Größenordnung.“ Wenn es am Samstagmorgen dann losgeht mit der Rallye, für die minutiöse Vorarbeit wie noch nie hatte geleistet werden müssen, hoffen die Obereher Motorsportler nur auf eines: „Gutes Wetter, packender Motorsport und viele Besucher.“

Das Lächeln ist Wolfgang Bürgel und den Leuten vom Motorsportclub Oberehe trotz der vielen Probleme in diesem Jahr nicht vergangen.
Das Lächeln ist Wolfgang Bürgel und den Leuten vom Motorsportclub Oberehe trotz der vielen Probleme in diesem Jahr nicht vergangen. FOTO: TV / ürgen C. Braun