Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 15:14 Uhr

Geschichte
Zwangsarbeit in der Nordeifel

Die Titelseite des neuen Buches von Franz Albert Heinen zeigt ein Massengrab sowjetischer Kriegsgefangener. Das Werk hat 476 Seiten, wird vom Geschichtsforum Schleiden herausgegeben und ist zum Preis von 14,80 Euro erhältlich.
Die Titelseite des neuen Buches von Franz Albert Heinen zeigt ein Massengrab sowjetischer Kriegsgefangener. Das Werk hat 476 Seiten, wird vom Geschichtsforum Schleiden herausgegeben und ist zum Preis von 14,80 Euro erhältlich. FOTO: Agentur ProfiPress
Schleiden. Der Journalist Franz Albert Heinen stellt sein neues Buch „Abgang durch Tod – Zwangsarbeit im Kreis Schleiden 1939 – 1945“ am Sonntag, 18. März, um 15 Uhr in der Aula des städtischen Schleidener Sturmius-Gymnasiums, Blumenthaler Straße 7, vor.

Der Autor verweist für die Zeit des Zweiten Weltkriegs auf mindestens 337 Todesopfer unter den Zwangsarbeitern im Kreis Schleiden (heute Kreis Euskirchen).

Die größte Gruppe bildeten die sowjetischen Kriegsgefangenen, die ab Herbst 1941 vielfach aus Hungerlagern zu den Arbeitskommandos in der Eifel geschickt wurden. Von den mehr als 230 Gefangenen starben mehr als 130 bereits im ersten Halbjahr in der Nordeifel.

Wer versuchte, zu flüchten, wurde erschossen. Andere erkrankten unter den oft katastrophalen Lagerbedingungen.

Weit höher als die Zahl der Kriegsgefangenen in den Arbeitskommandos war die Zahl der überwiegend aus den besetzten Gebieten Polens und der Sowjetunion in die Nordeifel verschleppten zivilen Zwangsarbeiter, Frauen wie Männer gleichermaßen. Nur ein geringer Teil war freiwillig gekommen, rund 95 Prozent wurden unter teils grausamen Umständen aus ihren Heimatländern verschleppt. Heinen schätzt die Zahl der Zwangsarbeiter im ehemaligen Kreisgebiet auf 5000 bis 6500.