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Finanzen
Geldsegen für die Stadt Gerolstein

Gute Geschäfte, reichlich Gewerbesteuer: Die Stadt Gerolstein profitiert von einer hohen Nachzahlung des Gerolsteiner Brunnens.
Gute Geschäfte, reichlich Gewerbesteuer: Die Stadt Gerolstein profitiert von einer hohen Nachzahlung des Gerolsteiner Brunnens. FOTO: TV / Mario Hübner
Gerolstein. Mehr als eine halbe Million Euro zusätzlicher Gewerbesteuern sorgen für Verbesserung der finanziellen Situation. Von Mario Hübner
Mario Hübner

Beim Gerolsteiner Brunnen, traditionell dem mit Abstand größten Gewerbesteuerzahler in der Stadt Gerolstein, laufen die Geschäfte seit geraumer Zeit besonders gut. Das hat zuletzt die Sieben-Monats-Bilanz bestätigt (der TV berichtete). Das freut nicht nur die Mitarbeiter und Chefs des Mineralwasserkonzerns, sondern auch die Verantwortlichen der Stadt Gerolstein. So verbesserte sich die finanzielle Situation der Stadt dank zusätzlicher Gewerbesteuereinnahmen von 536 500 Euro erheblich: Bei Erträgen von rund 18,2 Millionen Euro und Aufwendungen von 17,87 Millionen Euro ergibt sich nun ein Haushaltsüberschuss von 358 020 Euro, der nun im ersten Nachtrags­etat der Stadt für dieses Jahr festgeschrieben wurde. Das ist eine Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Etat um 183 560 Euro.  

Anpassungen gibt es auch im Bereich der Investitionen. Sie reduzieren sich um rund 280 000 Euro auf 3,8 Millionen Euro – und das, obwohl es eine Vielzahl kleinerer  Ausgaben gibt – wie 111 111 Euro für den Kauf eines Traktors für den Bauhof der Stadt. Maßgeblich für die Reduzierung ist die Tatsache, dass der für dieses Jahr geplante und mit 930 000 Euro veranschlagte Abriss der Drahtfabrik nicht mehr in diesem Jahr realisiert wird.

Eine weitere beachtliche Änderung ergibt sich beim Projekt Umbau des Bahnhofs Gerolstein: Laut einer aktualisierten Kostenschätzung steigt der Anteil der Stadt Gerolstein – über Jahre verteilt – um knapp 260 000 Euro auf 1,26 Millionen Euro. Seit 2015 hat die Stadt bereits rund 700 000 Euro bereitgestellt, ein geringer Teil davon ist bereits für die Planung ausgegeben worden. 2018 wurde ein Ansatz von knapp 160 000 Euro veranschlagt, darüber hinaus sind für 2019 und 2020 bereits Verpflichtungsermächtigungen von rund 150 000 Euro gebildet worden. Diese erhöhen sich nun um besagte 260 000 Euro.

Auch die Personalkosten steigen in diesem Jahr um rund 50 000 Euro. Grund ist, dass die Trägerschaft des Naturkundemuseums im Mai auf die Stadt übergegangen ist und der Leiter nun von der Stadt bezahlt wird – mit rund  27 000 Euro.

Gegenüber der Verbandsgemeinde hat die Stadt noch immer Verbindlichkeiten von rund 2,4 Millionen Euro.