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"Gelöst, aber nicht locker"

GEROLSTEIN. Kommandowechsel beim Gerolsteiner Bataillon: Der bisherige Stellvertreter, Oberstleutnant Egbert Fikowski (42) hat vom gleichrangigen Gideon Römer-Hillebrecht das Kommando über das Führungsunterstützungsbataillon 281 und damit die Verantwortung für viele Fernmelder, die regelmäßig im Auslandseinsatz sind, übernommen. ARRAY(0x1c13e1dd8)

Das hat man auch schon anders erlebt auf "windiger Höhe": Wo üblicherweise eine steife Brise und zu dieser Jahreszeit knackige Kälte herrschen, und eine Kommandoübergabe alles andere als eine Wellness-Party ist, war diesmal Kaiserwetter angesagt. Bei frühlingshaften Temperaturen und strahlendem Sonnenschein war es für die vielen Gäste des öffentlichen Lebens und die beteiligten Soldaten, die bei ihren Auslandseinsätzen wesentlich widrigere Umstände gewohnt sind, eine angenehme Zeremonie. Nur bei den beiden Hauptakteuren war die Freude nicht ungeteilt. So sagte der scheidenden Kommandeur, Gideon Römer-Hillebrecht, der nach nicht einmal zwei Jahren in Gerolstein ins Verteidigungsministerium wechselt: "Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Besonders schmerzt mich, die enge Zusammenarbeit mit meinem Nachfolger, der mit tausend guten Ideen aufgewartet hat, aufgeben zu müssen." Zudem sprach er bei seinem Abschied Dankesworte: seinen Soldaten für ihre "außergewöhnliche Einsatzbereitschaft", den Bürgermeistern für die "sehr gute Zusammenarbeit" und "Gott, dass alle meine Soldaten unversehrt von den Auslandseinsätzen zurückgekehrt sind". Der neue Kommandeur Oberstleutnant Egbert Fikowski (ausführlicher Bericht folgt) spielte denn auch auf die Bedeutung an, die der Aufstieg vom bisherigen Stellvertreter zum Bataillonskommandeur habe. Nach seinem Wohlbefinden befragt, sagte er kurz nach Ernennung und Entgegennahme des Grünen Stifts für den Kommandeur: "Ich bin gelöst, aber nicht locker, denn ich spüre die immense Verantwortung." Anders dagegen sein jüngster Sohn Florian (8), der mit Mama Petra dem wichtigen Moment beiwohnen durfte und einfach nur "stolz" auf den Papa war.