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Wahl Gerolstein
Die Stichwahl ist sicher

Im Gerolsteiner VG Rathaus hat die Auszählung der Stimmen begonnen.
Im Gerolsteiner VG Rathaus hat die Auszählung der Stimmen begonnen. FOTO: Mario Hübner
Gerolstein. In der neuen Verbandsgemeinde Gerolstein, die aus der Fusion der Verbandsgemeinden Gerolstein, Hillesheim und Obere Kyll entstanden ist, ist am Sonntag der erste Verbandsgemeinderat der neuen Kommune gewählt worden. Derweil müssen Hans Peter Böffgen und Gerald Schmitz bei der Wahl des Bürgermeisters in die Stichwahl.

19.40 Uhr: Die Ergebnisse aus Hillesheim liegen vor. Damit sind alle Stimmbezirke ausgezählt. Hans Peter Böffgen und Gerald Schmitz gehen in die Stichwahl. Böffgen konnte 42,39 Prozent der Wählerstimmen für sich verbuchen, Schmitz erreichte 40,88 Prozent. Der Kandidat der Grünen, Dietmar Johnen, bekam nach der ersten Auszählung 9,92 Prozent der Stimmen, 4,80 Prozent gingen an den Einzelbewerber Hans-Jürgen Breuer. Martin Gräf (FDP) erreichte 2 Prozent.

19.20 Uhr: Noch ein Wahlbezirk fehlt. Nach der Auszählung von 60 Wahlbüros liegt Böffgen weiter mit 43,77 Prozent vorne. Schmitz folgt mit 39,13 Prozent.

19.07 Uhr: FDP-Kandidat Martin Gräf zeigt sich ebenfalls ernüchtert: „Ganz optimistisch habe ich mir ein zweistelliges Ergebnis erhofft. Dass es jetzt so wenig ist, ist enttäuschend. Dennoch war der Wahlkampf für mich eine sehr bereichernde Erfahrung. Ich bin noch jung. Das ist nicht das Ende meiner politischen Karriere, sondern der Anfang.

19.05 Uhr: Nur noch fünf Bezirke sind auszuzählen. Böffgen führt mit 44,56 Prozent, vor Schmitz mit 38,90 Prozent der Wählerstimmen.

19 Uhr: Dietmar Johnen, der Grünen-Kandidaten, ist der erste der fünf Bewerber, der am Sonntagabend ins Rathaus kommt. Nachdem er auf die ersten Ergebnisse geschaut hat und sich eine Stichwahl zwischen Böffgen und Schmitz abzeichnet sagt er: „Das ist schon eine herbe Enttäuschung. Ich hatte darauf gehofft, in die Stichwahl zu kommen, und hatte auch sehr viele positive Rückmeldungen. Viele haben mir aber auch gesagt: Ich finde dich gut, fühle mich aber der CDU oder der SPD verpflichtet.“

18.50 Uhr: Die Präferenzen in den drei ehemaligen Verbandsgemeinden: Gerolstein ist bisher klar für Hans Peter Böffgen, er liegt dort nach 35 ausgezählten Bezirken bei 52 Prozent. CDU-Kandidat Gerald Schmitz führt in der VG Hillesheim. Und an der Oberen Kyll? Liegt Böffgen knapp vor Schmitz – dort zeigt sich aber der Hallschlager Lokalmatador Hans-Jürgen Breuer recht stark und holt bisher achtbare 18 Prozent (Breuer gesamt: 6 Prozent).

18.47 Uhr: Nach der Hälfte der ausgezählten Stimmbezirke liegt die Wahlbeteiligung bei knapp unter 50 Prozent.

18.45 Uhr: Mehr als die Hälfte der Stimmbezirke ist ausgezählt. Nach der Zählung in 35 von 61 Bezirken führt Hans Peter Böffgen (42,61 Prozent) vor Gerald Schmitz (40,23 Prozent).

18.37 Uhr: Im großen Wahllokal im Rathaus in Gerolstein setzt sich der parteilose Bewerber Hans Peter Böffgen deutlich durch: mit knapp 62 Prozent.

18.33 Uhr: Ein Drittel der 61 Bezirke ist ausgezählt. Hans-Peter Böffgen führt mit aktuell 46,67 Prozent vor Gerald Schmitz (35,33 Prozent), Dietmar Johnen (9,43), Hans-Jürgen Breuer (6,79) und Martin Gräf (1,79).

18 Uhr: Ernüchternde Wahlbeteiligung: Ob es am herrlichen Herbstwetter mit viel Sonnenschein liegt? Auf jeden Fall zeichnet sich am späten Nachmittag eine nicht allzu hohe Wahlbeteiligung ab. Im Wahllokal in Neroth liegt sie inklusive der Briefwähler um 16.45 Uhr bei gerade einmal 40 Prozent.

In Gerolstein-Gees sieht die Lage etwas besser aus: Gegen 17 Uhr haben dort 60 Prozent der 218 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Ortsvorsteher Markus Hetzius ist zuversichtlich: „Die 70 Prozent knacken wir noch!“

Exakt bei 50 Prozent liegt eine halbe Stunde vor Schließung des Wahlvorganges die Beteiligung im mit 1116 Wahlberechtigten relativ großen Wahllokals in der Realschule plus in Gerolstein.

Im Rathaus in Gerolstein, im mit 1233 Wahlberechtigten einem der größten Wahllokale, lag die Beteiligung eine Viertelstunde vor Schließung bei gerade einmal 45 Prozent. Beim Wahlvorstand sorgte das „angesichts der Wichtigkeit dieser Wahl“ für Unverständnis. Der ein oder andere kam aber noch kurz vor Toresschluss, um seine Stimme abzugeben.