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Klare Worte der SPD-Frontfrau: "Ich will keine AFD im Landtag"

Ministerpräsidentin Malu Dreyer spricht im Forum Daun. TV-Foto: Stephan Sartoris
Ministerpräsidentin Malu Dreyer spricht im Forum Daun. TV-Foto: Stephan Sartoris FOTO: (e_daun +S)
Daun. Bei ihrer Wahlkampftour durchs Land hat Malu Dreyer auch Station in der Vulkaneifel gemacht. Im Forum Daun erläuterte die Ministerpräsidentin die Grundzüge ihrer Politik und nahm auch die Gegner ins Visier.

Daun. Wenn die Ministerpräsidentin kommt, wird bei der SPD nicht gespart: eine perfekt ausgeleuchtete Bühne, ein professionelles Ton-Equipment, viele Helfer vor und hinter den Kulissen, die das Gastspiel von Malu Dreyer im Forum Daun vorbereiten und begleiten.
Was die Resonanz angeht, hat sich der Aufwand gelohnt: Der Saal ist sehr gut besucht, auch viele Nicht-Genossen nutzen die Gelegenheit, die Regierungschefin live zu erleben. Sie ist die Hauptdarstellerin, aber zuvor hat die Landtagsabgeordnete Astrid Schmitt (Kirchweiler) Gelegenheit, für sich zu werben (und werben zu lassen, beispielsweise vom früheren Landrat Heinz Onnertz).
Sie will zum fünften Mal in den Landtag, am besten mit einem Wahlergebnis auch für die Partei, das es ermöglicht, dass die SPD weiter die Landesregierung führt. Malu Dreyer steht als Ministerpräsidentin im Wahlkampf erstmals an vorderster Front. Sie ist das Zugpferd für die Partei, die seit 25 Jahren regiert und davon auch nach dem 13. März nicht lassen möchte.
Und Malu Dreyer wäre eine schlechte Wahlkämpferin, wenn sie nicht auch in Daun all das hervorheben würde, was das Land aus ihrer Sicht bislang erreicht hat und wofür sie sich weiter einsetzen will: von der gebührenfreien Bildung über eine funktionierende Wirtschaft bis zur Gesundheits- und Pflegeversorgung auch auf dem Land.
Wahlkampf heißt auch: den politischen Gegner nicht schonen. Da wird die rheinland-pfälzische CDU kritisiert, weil nur sie und die CSU "am Betreuungsgeld hängen". Und überhaupt: Bei den Christdemokraten sei "kein Schwung, keine Kraft, nur Ideenlosigkeit" feststellbar.
Der A-1-Lückenschluss, der für die SPD höchste Priorität habe, darf in Daun nicht fehlen, wie auch die Digitalisierung, ein Feld, "wo wir in der Vulkaneifel allerdings noch was zu tun haben." Zum Schluss appelliert Dreyer: "Ich will keine AFD im Landtag. Auch deshalb: Gehen Sie wählen und werben Sie dafür." sts