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Platz für Firmen schaffen

Zwischen Wald und Bahnlinie sowie Kylltal-Radweg liegt das Erweiterungsareal des Gebwerbegebiets „Feluwa“. Die Pumpenfabrik will expandieren. TV-Foto: Gabi Vogelsberg
Zwischen Wald und Bahnlinie sowie Kylltal-Radweg liegt das Erweiterungsareal des Gebwerbegebiets „Feluwa“. Die Pumpenfabrik will expandieren. TV-Foto: Gabi Vogelsberg
In Richtung Birresborn und in Richtung Densborn soll der Ort Mürlenbach wachsen. In der Sitzung des Ortsgemeinderates am 1. April werden die Pläne für die Erweiterung der zwei Gewerbegebiete öffentlich vorgestellt. Die Firmen Pumpen-Feluwa und Sintertechnik Endter planen Expansionen.

Mürlenbach. (vog) "Die Sitzung am 1. April ist garantiert kein April-Scherz. Vor der öffentlichen Sitzung gebe aber ich keine Antwort auf die Presseanfrage", erklärt Ortsbürgermeister Christoph Hacken. Dabei wurden die Karten mit den eingezeichneten Erweiterungsflächen in der jüngsten Ausgabe des Amtsblattes veröffentlicht. Das Areal des bestehenden Gewerbegebietes "Auf Walbern" in Richtung Birresborn soll um 2,38 Hektar, davon 2,08 Hektar Baufläche, erweitert werden. Hans-Josef Hunz, Sachbearbeiter im Gerolsteiner Rathaus, erklärt: "Damit sollen Erweiterungsflächen für die Firma Endter sowie Vorratsflächen für die Ansiedlung weiterer Unternehmen erschlossen werden." Allerdings ständen die Verfahren noch ganz am Anfang. Irmgard Dunkel vom Gerolsteiner Bauamt erklärt: "In nicht öffentlicher Sitzung hat der Mürlenbacher Gemeinderat den Beschluss gefasst und die Abgrenzungen der Areale grob festgelegt. Am 1. April soll der formale Beschluss gefällt werden." Carsten Endter, Chef der Firma Sintertechnik Endter, gibt sich zu seinen Expansionsplänen sehr zurückhaltend. Er sagt: "Es ist alles offen. Es kann sehr schnell gehen." Gerade erst sei am Standort Densborn eine neue Halle gebaut worden. Allerdings hat das Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten "bis oben hin volle Auftragsbücher". Endter, der "Auf Walbern" bereits Montagehallen unterhält, erklärt: "Eventuell reicht in Mürlenbach unsere Restfläche nicht. Dann ist es gut, wenn das angrenzende Areal zur Verfügung steht." Auf der anderen Ortsseite in Richtung Densborn liegt das Gewerbegebiet "Feluwa" rund um die Pumpenfirma. Das Areal beträgt 5,95 Hektar, wovon 3,02 Hektar bebaut werden dürfen. Feluwa-Chef Heinz Nägel hat schon konkrete Pläne. Er sagt: "Wir wollen gerne mehr als eine Million Euro investieren. Die Montagehalle soll um 800 Quadratmeter vergrößert werden und es soll ein Bürogebäude mit 800 Quadratmetern Nutzfläche gebaut werden." Die Pumpenfabrik habe einen Auftragsberg, den es pünktlich abzubauen gelte. Seit der Übernahme im Jahr 2000 durch die Arca-Gruppe hat Nägel versucht, das angrenzende Areal zu kaufen. Erst jüngst war es möglich, den Kauf aus einer Insolvenzmasse zu tätigen. Dabei konnte auch das "Haus Hersbach", zwei Gebäude der Feluwa-Gründerfamilie Schlesinger im nahe gelegenen Wald, abgetrennt werden. Ein Zaun entlang des Kylltal-Radweges markiert jetzt exakt die Feluwa-Zone - ohne das Waldareal. Im vergangenen Jahr hat Nägel mit seiner fast 100-köpfigen Belegschaft (plus 20 Arbeitsplätze außer Haus für Lohnaufträge) einen Umsatz von knapp 20 Millionen Euro erwirtschaftet.