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Schlepper reißt Tank auf, Gas strömt aus

Der Schlepper durchbricht in Ahrhütte eine 50 Zentimeter dicke Mauer. Zuvor reißt er einen 5000-Liter-Gastank auf. Foto: Polizei
Der Schlepper durchbricht in Ahrhütte eine 50 Zentimeter dicke Mauer. Zuvor reißt er einen 5000-Liter-Gastank auf. Foto: Polizei
Blankenheim-Ahrhütte. Zu einem spektakulären Unfall ist es am Mittwoch in Ahrhütte gekommen. Ein fünf Tonnen schwerer Ackerschlepper, der sich selbstständig gemacht hatte, rollte einen Hang hinunter und knallte in einen fast komplett gefüllten 5000-Liter-Gastank an einem leerstehenden Haus. Der Tank wurde dabei aufgerissen, Gas strömte aus. Verletzt wurde niemand.

Blankenheim-Ahrhütte. Ein 29-Jähriger war mit dem Ackerschlepper auf dem Wirtschaftsweg gegenüber der Straße Ahrtal unterwegs. Auf einer relativ flachen Wiese hielt er den Schlepper an und stieg aus, um nach dem Vieh zu sehen. Als er nach dem schweren Fahrzeug schaute, stellte er mit Schrecken fest, dass sich der Schlepper in Bewegung gesetzt hatte.
Der Traktor rollte rückwärts den Hang hinunter. Der Mann lief dem Wagen hinterher. Dann bemerkte er, dass sich der Schlepper direkt auf den Tank mit Flüssiggas zubewegte. Aus Angst, der Tank könnte bei einem Zusammenprall explodieren, drehte er sofort ab. Der 260 PS starke Schlepper flog nach dem Aufprall über den Tank, rutschte auf dem Dach liegend weiter und durchschlug eine 50 Zentimeter dicke Begrenzungsmauer. Dahinter blieb er auf der Seite liegen. Das Gefährt war total beschädigt. "Es entstand ein Sachschaden im hohen fünfstelligen Bereich", meldete Polizeisprecher Lothar Willems.

Als die alarmierten Feuerwehrleute eintrafen, konnten sie gleich den Gasgeruch wahrnehmen. Der Tank war aus der Verankerung gerissen worden. Wie Brandmeister Guido Hoevel, Löschgruppenführer in Ahrhütte, berichtet, war Flüssiggas inzwischen schon bis in die Kanalisation gedrungen.
Bundesstraße gesperrt


Auch Vertreter der Firma Rheingas, von der der Tank stammt, waren herbeigerufen worden. Sie maßen am Kanal die Luft-Gas-Konzentration und konnten schnell Entwarnung geben: "Keine Gefahr!" Es hatte sich kein zündfähiges Gemisch entwickelt. In der Zwischenzeit hatte die Polizei die Bundesstraße 258 komplett abgesperrt. Mehrere Stunden lang wurde der Verkehr umgeleitet. keh