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Bürgermeisterwahl
Spannender Bürgermeisterwahlkampf in Gerolstein: Böffgen macht das Rennen (Ticker)

Noch bis 18 Uhr können Bürger in den Wahllokalen ihre Stimme abgeben.
Noch bis 18 Uhr können Bürger in den Wahllokalen ihre Stimme abgeben. FOTO: TV / Mario Hübner
Gerolstein. Es ist entschieden: Hans Peter Böffgen (parteilos) wird neuer Bürgermeister der neuen Verbandsgemeinde Gerolstein. Er hat sich in der Stichwahl mit 53,9 Prozent der Stimmen gegen CDU-Mann Gerald Schmitz (46,1 Prozent) durchgesetzt. Von Mario Hübner
Mario Hübner

Die Wahlbeteiligung lag bei 46,3 Prozent.

Hier eine Chronologie der Ereignisse am Tag der Stichwahl: .

Wer macht das Rennen? Gerald Schmitz....
Wer macht das Rennen? Gerald Schmitz.... FOTO: TV / Mario Hübner

Eine der spannenden Fragen bei der Bürgermeister-Stichwahl in Gerolstein zwischen Gerald Schmitz (CDU) und Hans Peter Böffgen (parteilos) ist die der Wahlbeteiligung. Im großen Wahllokal in Pelm, der Heimatgemeinde von Böffgen, hatten 390 Wahlberechtigte ihre Stimme abgegeben - so auch Hermine Schirra. Der Wahlvorstand ist zuversichtlich, noch die 50 Prozent zu erreichen. Das wäre bei 405 abgegebenen Stimmen der Fall.

... oder Hans Peter Böffgen?
... oder Hans Peter Böffgen? FOTO: TV / Mario Hübner

Nimmt man das größte Wahllokal als Gradmesser, zeichnet sich eine geringe Wahlbeteiligung ab: Im St. Matthias Gymnasium in Gerolstein, das die Adresse für mehr als 1600 Wahlberechtigte ist, haben eine halbe Stunde vor Schließung des Wahllokals noch nicht einmal 40!Prozent der Berichtigten ihre Stimme abgegeben.

Im großen Wahllokal in der Realschule plus in Gerolstein haben eine halbe Stunde vor Schließung des Wahllokals rund 48 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben.

18.13 Uhr: Nach fünf ausgezählten Wahlbezirken liegt Böffgen mit 51 Prozent der Stimmen knapp vor Schmitz mit rund 49 Prozent. Kurz zuvor hatte Schmitz noch die Nase vorn. Es zeichnet sich ab: Das wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

18.15 Uhr: Böffgen baut seinen Vorsprung aus. Zehn Wahlbezirke sind ausgezählt. Er liegt mit rund 51 Prozent nun fast zwei Prozentpunkte vor Schmitz.

18.22 Uhr: 27 Stimmbezirke sind ausgezählt. Also fast die Hälfte. Und Böffgen liegt nun mit 57 Prozent deutlich vor Schmitz mit knapp 43 Prozent.

18.25 Uhr: Schmitz holt auf. Er liegt jetzt bei 46 Prozent - Böffgens Vorsprung ist auf 54 Prozent zurückgeschmolzen. 33 Wahlbezirke sind ausgezählt. Noch fehlt die Briefwahl - und große Bezirke wie Hillesheim und Gerolstein Kernstadt. Alles ist möglich.

18.30 Uhr: Ist die Entscheidung gefallen? Alles deutet auf Böffgen. Der liegt inzwischen mit rund 55 Prozent der Stimmen deutlich vor Schmitz mit knapp 45 Prozent. Es fehlen nur noch 13 Stimmbezirke.

18.40 Uhr: Für viele war er der Favorit. Trotz der Sansibar-Koalition, die sich ja für Schmitz stark machte, liegt Böffgen mit knapp 55 Prozent vor Schmitz (45 Prozent). Nur noch vier Stimmbezirke sind offen. Der Vorsprung von Böffgen ist nicht mehr einzuholen.

18.50 Uhr: Das Ergebnis steht! Böffgen gewinnt die Wahl mit 54 Prozent. Schmitz muss sich mit rund 46 Prozent geschlagen geben. Der 53-jährige Geschäftsführer der Tourismus- und Wirtschaftsförderung GmbH (TW) Gerolsteiner Land entscheidet das Duell um das Bürgermeisteramt damit deutlich vor seinem Kontrahenten. Böffgen wird ein Bürgermeister ohne Hausmacht im Rat. Denn in der neuen Verbandsgemeinde Gerolstein, die aus der Fusion der ehemaligen Verbandsgemeinden Hillesheim, Obere Kyll und Gerolstein entstanden ist, ist die CDU mit rund 36 Prozent stärkste Kraft. Dennoch hat die Allianz, die CDU, FWG und Grüne im Vorfeld der Stichwahl für den Juristen und Polizeibeamten Schmitz geschmiedet haben, nicht gereicht, ihren Kandidaten auf Platz 1 zu hieven. Dennoch ist dem 34-Jährigen bei seiner ersten Kandidatur mehr als ein Achtungserfolg gelungen. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,3 Prozent.