| 20:40 Uhr

Vollsperrung als gutes Zeichen

Der Bagger ist schon da, die Vollsperrung kommt am Montag: Die L 29 bei Niederstadtfeld kann die nächsten Monate nicht befahren werden, da der abgerutschte Hang nach anderthalb Jahren saniert wird. TV-Foto: Mario Hübner
Der Bagger ist schon da, die Vollsperrung kommt am Montag: Die L 29 bei Niederstadtfeld kann die nächsten Monate nicht befahren werden, da der abgerutschte Hang nach anderthalb Jahren saniert wird. TV-Foto: Mario Hübner FOTO: (e_daun )
Niederstadtfeld/Hillesheim-Niederbettingen. Nach anderthalb Jahren werden die abgerutschten Hänge an zwei Straßen im Kreis saniert. Mario Hübner

Niederstadtfeld/Hillesheim-Niederbettingen Ab Montag, 30. Oktober, können Autofahrer die Landesstraße 27 bei Niederstadtfeld nicht mehr befahren, denn sie wird komplett gesperrt. Aber das ist eigentlich eine gute Nachricht. Denn der Grund der Vollsperrung ist, dass die Sanierung des vor anderthalb Jahren abgerutschten Hangs unter der Straße beginnt. Das kündigt der Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein an. Der stellvertretende Leiter des LBM in Gerolstein, Bruno von Landenberg, sagt: "Ab Montag wird die Straße gesperrt, die Baustelle eingerichtet und die Umleitungsbeschilderung aufgestellt, damit am Donnerstagmorgen, 2. November, direkt mit dem Abfräsen der Fahrbahndecke begonnen werden kann."
Dass nun doch noch vor Einbruch des Winters mit den Arbeiten begonnen wird, hat sich aus der Ausschreibung und den Gespächen mit der Baufirma, die den Zuschlag erhalten hat, ergeben. Das ist die Firma Kohl, die die Arbeiten zum Preis von 670 000 Euro erledigt. Das LBM war von Kosten in Höhe von 700 000 Euro ausgegangen. Von Landenberg sagt: "In Niederbettingen, wo der Hang auf die gleiche Art saniert wird, läuft es gut. Wir planen, die Strecke am 17. November wieder zu öffnen."
Daher ist er auch für Niederstadtfeld zuversichtlich und meint: "Wenn das Wetter mitspielt und nicht Unvorhergesehenes dazwischenkommt, also wenn alles hundertprozentig passt, dann will die Firma vor Weihnachten mit den Arbeiten fertig sein." Das würde wieder freie Fahrt bedeuten.
"Falls wir nicht ganz fertig werden, versuchen wir zumindest, die Straße soweit herzurichten, dass die Strecke über Winter wieder befahrbar ist und freigegeben werden kann", fügt er hinzu. Die jetzige Vollsperrung sei aber notwendig. Zum einen müsse ein Teil der Fahrbahn aufgerissen werden, um einen neuen Unterbau herzustellen, zum anderen müssten die Bagger und Baufahrzeuge auch noch Platz haben. Zur Stabilisierung des Hangs wird eine Stützmauer eingebaut - und zwar in einem besonderen Verfahren. Der LBM-Mann erklärt: "Die Erde wird ausgebaggert, mit Zement vermischt und danach wieder eingebaut. Das ist kostengünstig, geht schnell und hat dennoch die erforderliche Stabilität." An anderen Stellen sei das Verfahren bereits erfolgreich angewendet worden. Würde eine Mauer aus reinem Stahlbeton verbaut, würde das "sehr viel länger dauern und wäre auch deutlich teurer", sagt von Landenberg.
Die Baustelle ist mit 220 Metern Länge deutlich größer als die bei Niederbettingen, zudem muss in Richtung des Dorfes noch eine Wand aus Gabionen eingebaut werden.