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"Welkom" in Wiesbaum

Während durch die Viana-Erweiterung (oberer Bildrand) und die Ansiedlung der Firma Palnet (direkt hinter dem Higis-Gebäude) die Flächen im Innenbereich des IGP in Wiesbaum belegt sind, sind am äußeren Erschließungsrand (rechts) noch gut 30 000 Quadratmeter frei. Foto: IGP Wiesbaum
Während durch die Viana-Erweiterung (oberer Bildrand) und die Ansiedlung der Firma Palnet (direkt hinter dem Higis-Gebäude) die Flächen im Innenbereich des IGP in Wiesbaum belegt sind, sind am äußeren Erschließungsrand (rechts) noch gut 30 000 Quadratmeter frei. Foto: IGP Wiesbaum
Blick über den Tellerrand: Auf der Suche nach ansiedlungswilligen Firmen wird im Unternehmerpark Wiesbaum nun auch gen Nordwesten geschaut. Mit einem fremdsprachlichen Prospekt sollen nun auch niederländische Firmen angelockt werden. Unterdessen siedelt sich ein weiteres Unternehmen aus der Nachbarschaft an. Von unserem Redakteur Mario Hübner

Wiesbaum. "Es ist ein Versuch", sagt Stefan Mertes, Wirtschaftsförderer der Verbandsgemeinde Hillesheim, zu der neuen "Marketing-Offensive", die gemeinsam mit der niederländischen Handelskammer gestartet wird und mit der Firmen aus dem Nachbarland auf den Industrie- und Gewerbepark (IGP) aufmerksam gemacht werden sollen. Denn zum einen sind noch rund 30 000 Qua-dratmeter frei im IGP, zum anderen "kommen die Niederländer im privaten Bereich gerne in die Eifel und geben hier auch gerne Geld aus", sagt Mertes. Warum sollte dieses Prinzip also nicht auch für den geschäftlichen Sektor gelten?VG wirbt mit verkehrsgünstiger Lage

Geworben wird in dem Prospekt zum einen mit der verkehrsgünstigen Lage im deutsch-niederländisch-belgisch-luxemburgischen Grenzgebiet, den infrastrukturellen Einrichtungen des IGPs mit Konferenzräumen, Kantine und Kindergarten, den günstigen Preisen von 9,50 Euro pro Quadratmeter Gewerbefläche, der öffentlichen Unterstützung (Stichwort Vorausfabrik) und den "vertrauenswürdigen" Arbeitnehmern. Zum anderen wird auf die weichen Standortfaktoren gesetzt, weshalb der Prospekt mit dem Slogan "Natuurlijk werken" (deutsch: "Natürlich arbeiten") überschrieben ist. Mertes erklärt: "Wir wollen auch werben mit der einzigartigen Natur, unserer Erholungslandschaft und den Besonderheiten der Vulkaneifel." Per Mailing sollen demnächst gezielt Betriebe angeschrieben werden, die gerade auf solche Faktoren besonders Wert legen: von der Lebensmittelbranche bis zur Umwelttechnologie, wie Mertes aufzählt. Darüber hinaus werde demnächst auch noch ein Imagefilm gedreht, eine Filmproduktionsfirma habe bereits einen diesbezüglichen Auftrag erhalten. Zudem würden er und sein Kollege Klaus Hein vom Gründerzentrum in Nerdlen im September auf einer großen Existenzgründermesse in Essen einen Gemeinschaftsstand betreiben, berichtet der Wirtschaftsförderer.Platten-Hersteller siedelt sich an

Unterdessen siedelt sich demnächst ein weiteres Unternehmen im IGP an: Die Firma "Palnet", die Spezial-Paletten für Luftfahrt-Fracht herstellt und 15 Menschen beschäftigt, zieht von Stadtkyll nach Wiesbaum um, wo sie 10 000 Quadratmeter Gewerbefläche gekauft und die Option für eine Erweiterung hat. Noch in diesem Jahr soll nach Angaben von Prokuristin Sabine Ludwig die Produktion am neuen Standort aufgenommen werden. "In Wiesbaum beginnen wir auch mit einer neuen Produktreihe und planen innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre fünf bis zehn neue Jobs zu schaffen", sagte Ludwig dem TV. Mit zwei weiteren Interessenten "führen wir derzeit verheißungsvolle Gespräche", berichtet Mertes. Er geht davon aus, dasss mindestens mit einem davon noch in diesem Jahr ein Vertrag abgeschlossen und weiteres Land an den Mann gebracht wird.