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Zeichen von Hilfe und Gemeinschaft

Einen besonderen Projekttag erlebten die Kinder der Grundschule und des Kindergartens Neroth. Foto: privat
Einen besonderen Projekttag erlebten die Kinder der Grundschule und des Kindergartens Neroth. Foto: privat
"Alternative Lebensläufe" für Aidswaisen in Tansania starten die Grundschule und der Kindergarten Neroth. Ein gemeinsamer Projekttag zum Thema "Afrika" mit Hilfe-Initiator Anton Lang ging voraus.

Neroth. (red) In diesem Jahr sind es besondere "alternative Lebensläufe", die die Grundschule und der Kindergarten Neroth in bewährter Zusammenarbeit starten. Denn das Geld der "Laufpaten" kommt auf direktem Weg Aidswaisen in Tansania (Ostafrika) zugute.Für diese Kinder setzt sich der pensionierte Eifeler Grundschullehrer Anton Lang ein. Er hat dazu mit afrikanischen Partnern eine so genannte Nicht-Regierungs-Organisation gegründet und ist auch Vorsitzender dieser Organisation mit dem Namen "New Hope for the Poor" (Neue Hoffnung für die Armen).Primärer Ansatz ist, neben weiteren Hilfsmaßnahmen, die Unterstützung der Schulbildung für Aidswaisen. Diesen Jungen und Mädchen möchte auch die Grundschule und der Kindergarten Neroth helfen. "So ist die Hilfe überschaubar, auch für unsere Kinder", sagte Grundschulleiterin Helga Wallenborn zu diesem besonderen Hilfeweg über den Laufwettbewerb "Lebensläufe".Wenn Autoreifen zu Sandalen werden

Auch würde das Konzept mehr auf spielerische Weise umgesetzt und so in ein großes gemeinsames Spiel- und Sportfest der Schule und des Kindergartens münden.Im Vorfeld gab es einen besonderen Projekttag. Anton Lang hat die Schüler und Kindergartenkinder persönlich besucht und ihnen Afrika näher gebracht.Anschaulich berichtete er vom Leben der Aidswaisen in Tansania und hatte auch etliche Dinge aus diesem Land mitgebracht, etwa ein Instrument aus einer kleinen Astgabel mit einer Schnur, worauf Kronkorken aufgereiht waren oder Sandalen aus alten LKW-Reifen.Erstaunt hörten die Kinder auch von Anton Lang, dass es in Tansania Klassen mit über hundert Kindern gibt, die zu fünft in einer Bank sitzen.Lebendig ging es zu beim rhythmischen Händeklatschen über dem Kopf zur Melodie "Kaloeke". Dieses Ritual gebe den Menschen in Afrika Kraft und Konzentration, um zum Beispiel Wasser in einem großen Eimer kilometerweit auf dem Kopf von einem Brunnen nach Hause zu tragen. Für ein paar Augenblicke probierte das auch Sven aus der ersten Klasse. Er hielt sich tapfer, gestand aber, dass es ziemlich schwer gewesen sei.Der Gastlehrer hatte auch einen eigenen Videofilm mitgebracht. Er zeigte das afrikanische Land und die Leute, darunter auch Fußball spielende Waisenkinder: Aus der Not heraus hatten sie sich einen Ball aus alten Plastiktüten mit einer Kordel geschnürt.Information im Internet: www.new-hope-group.de