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Gondenbrett: 24 Verletzte bei Nachtumzug

Gondenbrett: 24 Verletzte bei Nachtumzug

Nach dem Karnevalsumzug durch Gondenbrett bei Prüm am Freitagabend hat das DRK Prüm 24 Menschen wegen Verletzungen oder Alkoholvergiftungen behandelt. Zwölf dieser Patienten wurden in Krankenhäuser gebracht. In Gönnersdorf (Vulkaneifelkreis) kam es ebenfalls zu einem Gerangel.

Die Polizei weist allerdings daraufhin, dass es bei den ins Krankenhaus gebrachten Personen nicht um strafrechtliche Begebenheiten, sondern um internistische Notfälle beziehungsweise Verletzungen aufgrund von Alkoholgenuss, handelt. Es sind zurzeit keine strafrechtlichen Hintergründe erkennbar, mit Ausnahme folgender Fälle:

Ein 24-Jähriger geriet in einen Streit zwischen einem jungen Mann und einer jungen Frau. Er versuchte den Streit zu schlichten, was ihm jedoch misslang. Erfolglos wandte er sich ab und wollte das Festzelt verlassen. Nun erschien die streitsüchtige unbekanntes Mädchen, vermutlich 16 Jahre, blonde schulterlange Haare, und stellte den „Schlichter“ zu Rede. Dabei schlug sie ihn mehrmals ins Gesicht. Hierbei erlitt dieser eine Schädel- und eine Unterkieferprellung. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Prüm, Tel.: 06551/9420, in Verbindung zu setzen.

Ein 21jähriger Mann aus der Verbandsgemeinde Prüm zog sich ebenfalls in Gondenbrett eine schwere Kopfverletzung zu. Nach eigenen Angaben wurde ihm durch einen unbekannten Täter im Bereich des Gemeindehauses eine Flasche auf den Kopf geschlagen. Als er bewusstlos war, wurde ihm die Jacke (grau, Marke Fishbone), ein Handy der Marke Sony-Ericcson W 810 I und 70 Euro Bargeld geraubt. Hinweise werden an die Polizei Prüm, Tel.: 06551/9420, erbeten.

Nach einer Schlägerei wurde ein 19jähriger aus der Verbandsgemeinde Prüm ins Krankenhaus Prüm eingeliefert. Dieser verließ das Krankenhaus, ohne das seine schweren Kopfverletzungen (Verdacht Schädelriss, Gehirnerschütterung, diverse Platzwunden am Kopf) behandelt werden konnten. Gemeinsam mit den Mitarbeitern des DRK konnte der junge Mann später aufgefunden werden. Zur Behandlung seiner Verletzungen wurde er in die geschlossene Abteilung der Psychiatrie im Krankenhaus Gerolstein zwangseingewiesen. Dies war zu seinem eigenen Schutz dringend notwendig.

Der Umfang des Umzugs hatte sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt auf 36 Wagen und acht Fußgruppen. Für die anschließende Feier hatten die Veranstalter erstmals ein Festzelt aufgebaut.

Auch in Gönnersdorf (Vulkaneifelkreis) kam es nach dem Nachtumzug gegen 00:30 h zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Sicherheitsdienst und einigen Gästen. Die Gäste sollten des Saales verwiesen werden. Da diese mit dieser Maßnahme nicht einverstanden waren, entstand ein Gerangel, wobei ein 22jähriger aus der Verbandsgemeinde Hillesheim an der Hand verletzt wurde. Ein 30jähriger, ebenfalls aus der Verbandsgemeinde Hillesheim, wurde leicht am Kopf verletzt. Es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären.