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Grenzen für Muttertags-Besuche geöffnet

Grenzkontrollen : Grenzen für Muttertags-Besuche geöffnet

Die Grenzkontrollen werden zum heutigen Muttertag gelockert. Wer angibt, seine in Deutschland lebende Mutter zu besuchen, der darf aus Luxemburg, Frankreich, Österreich oder der Schweiz über die Grenze fahren. Das Problem: Keiner weiß von der Sonderregelung.

Wegen des Muttertags wurden heute die Grenzkontrollen gelockert. Wer glaubhaft nachweisen kann, dass er seine in Deutschland lebende Mutter besuchen will, der dürfe an diesem Sonntag über die Grenze fahren.

Der Muttertagsbesuch werde als triftiger Einreisegrund anerkannt, teilte die Bundespolizei auf Anfrage von volksfreund.de mit. „Die Bundespolizei kann bestätigen, dass der Besuch der eigenen, in Deutschland wohnhaften, Mutter am 10. Mai 2020 in der Zeit von 00:00 bis 24:00 Uhr, das heißt während des Muttertages, als triftiger Einreisegrund anerkannt wird. Die bei der Einreisekontrolle dazu gemachten Angaben müssen glaubhaft und überprüfbar sein“, so ein Sprecher des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam. Voraussetzung sei, dass die Rückreise noch am selben Tag erfolge. Entsprechend könne auch verfahren werden, wenn eine im Ausland lebende Mutter am Muttertag ihre in Deutschland wohnhaften Kinder besuchen möchte, so der Sprecher.

Die an den Grenzen eingesetzten Beamten der Bundespolizei seien über die Ausnahmeregelung informiert und würden entsprechend verfahren. Sie würde bei der Einreise als Geschenk für die Mütter Mund-Nasen-Schutzmasken ausgeben.

Die Ausnahmeregelung gelte nur am Sonntag. Danach gelten grenzüberschreitende Verwandtenbesuche, außer der Besuch des Lebenspartners, wie bisher auch, nicht als Grund über die Grenze zu fahren.

Das Problem bei der Sonderregelung: Sie wurde offenbar erst heute bekannt. Und bei der für die Grenzkontrollen an der luxemburgischen Grenze zuständigen Bundespolizeidirektion Koblenz wusste man auf volksfreund.de-Anfrage nichts von der Regelung. Nach Informationen von volksfreund.de sollte mit der kurzfristigen Ankündigung verhindert werden, dass eine Reisewelle entsteht und einige die Ausnahmeregelung missbrauchen. Aus Polizeikreisen ist zu hören, dass dies eine „humanitäre“ Regelung sei.