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Grenzübergänge bei Bollendorf und Nennig öffnen für Pendler

Corona-Krise : Grenzübergänge bei Bollendorf und Nennig für Pendler geöffnet (Update)

Das Bundesinnenministerium hat weitere Grenzübergänge für den Pendler- und Warenverkehr geöffnet, darunter in der Region Trier die Übergänge Bollendorf und Nennig/Remich.

Viele Grenzpendler, die in Luxemburg arbeiten, dürfen durchatmen, weil wieder mehr Übergänge zum Nachbarland und zurück frei sind. Freitagabend ließ das Bundesinnenministerium die Grenzübergänge Bollendorf an der L 3 und Nennig/Remich an der B 406/ B 419 öffnen. Das teilte die Bundespolizei mit.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) beanspruchte für sich, sich gegenüber der Bundesregierung in Telefonaten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) erfolgreich für die Öffnung der Grenzübergänge an der Mosel und Sauer eingesetzt zu haben, die wichtig für tägliche Pendlerströme seien.

Das erleichtere die Situation der Grenzpendler, vermeide lästige Umwege und trage Bedürfnissen der Menschen vor Ort stärker Rechnung, sagte die Triererin und betonte: „Verbesserungen für die Menschen an der deutsch-luxemburgischen Grenze zu erreichen, war mir im Hinblick auf das enge und freundschaftliche Verhältnis mit unseren Luxemburger Nachbarn eine Herzensangelegenheit.“

Heinrich Kreft, Deutscher Botschafter in Luxemburg, sagte: „Die Kooperation in der Großregion über die Grenze hinweg ist trotz oder sogar wegen der Corona-Pandemie besonders wichtig. Wir müssen insbesondere an die Menschen denken, die täglich zur Arbeit über die Grenze pendeln. Ihnen müssen möglichst kilometerlange Umwege erspart bleiben.“ Das Land teilt mit, darüber hinaus den Übergang Tintesmühle zu prüfen, den die Landwirtschaft stark nutze.

Seit Mitte März kontrolliert die Bundespolizei an der deutsch-luxemburgischen Grenze, um die Infektionsgefahr durch das Coronavirus einzudämmen. Mehrere Übergänge schlossen. Gemeindechefs der Obermosel kritisierten in einem offenen Brief an Rheinland-Pfalz und das Saarland, dichte Grenzen gefährdeten das europäische Projekt.

Folgende Grenzübergänge stehen den Rheinland-Pfälzern nun – neben den wieder geöffneten – frei laut Staatskanzlei: Mesenich (Bundesautobahn 64), Wellen (419), Wincheringen (B 419), Wasserbilligerbrück (B 418), Echternacherbrück (B 257 / E 29), Roth-Vianden (B 50) und Dasburg-Marnach (B 410).

Die Bundespolizei kontrolliert an den offenen Übergängen. Kontrollen hatte der Bund in dieser Woche bis zum 4. Mai verlängert.