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Gusterath/Pluwig: Neuer Teilabschnitt des Ruwer-Hochwald-Radwegs freigegeben

(kat) Er wird immer länger und beliebter: der Ruwer-Hochwald-Radweg in der Verbandsgemeinde Ruwer. Bei belebendem Sommerwetter wurde das neue Teilstück „Gusterath-Tal bis Pluwigerhammer“ nun eingeweiht.

Sonntagmorgen, 10.30 Uhr: Los geht’s. Ab dem „Alten Bahnhof“ in Waldrach werden Muskeln und Drahtesel mobilisiert. Landrat Günther Schartz, Bürgermeister Bernhard Busch (Verbandsgemeinde Ruwer), Bürgermeister Michael Hülpes (Verbandsgemeinde Hermeskeil) sowie fast alle Ortsbürgermeister aus den Gemeinden der Verbandsgemeinde Ruwer schwingen sich auf die Sättel. Auch Vertreter des Landesbetriebes Mobilität, Mitarbeiter der Baufirma und unzählige Sonntagsausflügler fahren mit. Ihr gemeinsames Ziel: Pluwigerhammer. Der laue Sommerwind weht um die Nase. Jeder Pedaltritt bringt die Radfahrer ein Stück weiter, vorbei an saftigem Grün, plätscherndem Bachwasser und über malerische Brückenbauwerke.

Eine Stunde später, Pluwigerhammer: Der Musikverein Gusterath spielt, am Grill schwitzen die fleißigen Helfer des Männergesangvereins Schöndorf, die für die Bewirtung der Einweihungsfeier zuständig sind. „So viel war hier seit Jahrzehnten nicht mehr los“, sagt ein älterer Herr und lässt seinen Blick über den Trubel schweifen. Familien, Sportler, Neugierige, jeder, der Lust hat, schaut vorbei. Ein paar Minuten später treffen die prominenten Velofahrer nach einem Zwischenstopp in Gusterath-Tal ein.

„Die Strecke ist auch für Ungeübte wunderbar“, sagt Bernhard Busch, der mit schickem Strohhut geradelt ist. Hoch „Andrea“ und die Landschaft zeigten sich auf der Strecke von der schönsten Seite: Sonnenschein, blauer Himmel, Schatten spendende Bäume plus die für das Ruwertal typische Frische. Die überwältigende Resonanz am Sonntag gibt offenbar der Aussage von Bernhard Busch Recht, dass der Radweg jetzt schon eine Erfolgsgeschichte sei. Besonders begrüßte er Michael Hülpes, den Bürgermeister aus der benachbarten Verbandsgemeinde. Denn eine Absicht des Ruwer-Hochwald-Radwegs ist es, das Ruwertal und den Hochwald noch näher zusammenzubringen. Bald wird es möglich sein, auf der immer beliebter werdenden Strecke von Ruwer bis nach Hermeskeil zu radeln.

Günther Schartz betonte, dass der Radweg die gewünschten Effekte zeige, vor allem, dass touristisch sehr viel in Bewegung gerate.
So wird etwa der Dornröschenschlaf der ehemaligen Gaststätte in Pluwigerhammer in vierzehn Tagen ein Ende haben. Die neuen Pächter stehen in den Startlöchern, damit die Gäste im neuen „Landgasthof“ willkommen geheißen werden können. Eigentlich war der dritte Bauabschnitt durchgängig bis Hinzenburger Mühle geplant.

Doch wer Natur erleben will , muss der Natur Vorfahrt gewähren: Mit Rücksicht auf die Vogelbrutzeit wurde der letzte Bauabschnitt aufgeteilt. Erst einmal wurde „Gusterath-Tal bis Pluwigerhammer“ fertig gestellt. „In den kommenden Tagen wird mit dem nächsten Abschnitt begonnen“, verkündete Landrat Günther Schartz. Ausgehend von Trier-Ruwer bis nach Pluwigerhammer wurden insgesamt 15,9 Kilometer Radweg in der Verbandsgemeinde Ruwer mit 19 Brückenbauwerken fertig gestellt. Der jetzt eingeweihte Bauabschnitt einschließlich der vier zu sanierenden Brückenbauwerke kostete fast eine Million Euro. Das Land übernahm etwa 790.000 Euro, der Kreis circa 60.000 und die Verbandsgemeinde Ruwer an die 50.000 Euro.