Haile verpasst Streckenrekord um 1,5 Sekunden

Haile verpasst Streckenrekord um 1,5 Sekunden

Zwei Sekunden fehlten Weltstar Haile Gebrselassie, um beim 20.Bitburger-Silvesterlauf in Trier den Streckenrekord zu brechen. Nach acht Kilometern im Lauf der Asse standen für den Äthiopier 22:22,5 Minuten auf der Anzeigetafel, der alte Rekord bleibt also bei 22:21 Minuten bestehen.

(BP) Das war knapp, aber es hat leider nicht gereicht: Weltstar Haile Gebrselassie fehlten beim Asse-Lauf im Rahmen des 20. Trierer Bitburger-Silvesterlaufs nach acht Kilometern genau 1,5 Sekunden, um den zwölf Jahre alten Streckenrekord von 22:21 Minuten zu brechen. „Ich war selbst überrascht, dass es am Ende nicht gereicht hat. Ich war sicher, dass ich den Rekord gebrochen hätte“, sagte Gebrselassie dem Trierischen Volksfreund, der den Silvesterlauf präsentierte.

Der äthiopische Marathon-Weltrekordler nahm die Schuld auf sich: „Ich habe mich mit der Zeit verrechnet, als ich in die letzte Runde ging. Schade, sehr schade.“ Nach jeder der ersten sieben Runden hatte der Weltstar noch unter der Durchgangszeit für die bisherige Bestmarke (22:21 Minuten) aus dem Jahr 1997 gelegen, am Ende stand die Uhr bei 22:22,5 Minuten. Nach drei Runden hatte sich Gebrselassie von seinen letzten Verfolgern abgesetzt und war die letzten fünf Kilometer als Solist an der Spitze der Strecke gelaufen.

„Es wäre vielleicht besser gewesen, jemand wäre mein Tempo zumindest bis zur Hälfte der Acht-Kilometer-Distanz mitgegangen, so war ich auf mich allein gestellt, aber dennoch war ich mir sicher, dass ich es schaffe“, sagte der Äthiopier, der gleich nach der Siegerehrung 20 glückliche Gewinner von TV und Bitburger Brauerei in der „Steipe“ zu einem Foto- und Autogrammtermin traf.

Begeistert zeigte sich der Sieger vom Trierer Publikum: „So eine sensationelle Stimmung habe ich noch nie erlebt, das war gigantisch, unglaublich, toll.“ Doch mit einem Teil des typischen Trier-Flairs hatte er einige Probleme: „Ich hatte sehr oft Konfetti in den Augen.“ Keine Probleme hatte Gebrselassie hingegen mit dem Regen, der pünktlich zum Start des Asse-Laufs eingesetzt hatte. „Die Strecke war zwar nass, aber ich habe Spezialschuhe.“

Zweiter des Asse-Laufs mit dem deutlichen Rückstand von 25 Sekunden wurde Shadrack Lagat aus Kenia. „Haile war so schnell, da kam ich nicht mehr mit. Ich hätte ihm gerne bei seinem Rekord geholfen“, sage Lagat, der schon 2008 Zweiter geworden war. Wie Haile war er begeistert von der Atmosphäre: „Einfach phänomenal.“ Die gleiche Meinung vertraten die regionalen Spitzenläufer: „Ich glaube, ich hatte einen Tinnitus, so laut war das an der Strecke“, sagt Marc Kowalinski vom PST Trier, Guido Streit vom Veranstalter Silvesterlauf e.V. ergänzte: „Solch eine Stimmung gab es noch nie. Selbst an den Stellen an der Strecke, wo sonst kaum Fans standen, war es rappelvoll. Ich bin extra vernünftig gelaufen, um die Atmosphäre zu genießen.“

Den Frauen-Elite-Lauf über fünf Kilometer gewann die Russin Yelena Zadoroshnaya vor den Äthioperinnen Anteneh Ernebeth und Almensh Belete, Sabrina Mockenhaupt wurde Sechste.

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