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Handball: Remis statt vorzeitiger Klassenerhalt für die "Miezen"

Handball: Remis statt vorzeitiger Klassenerhalt für die "Miezen"

Die Trierer „Miezen“ haben die Vorentscheidung im Abstiegskampf verpasst: Am Mittwochabend trennte sich die MJC (weiter Drittletzter) mit 26:26 (14:11) vom Vorletzten aus Erfurt.

Trier. (BP) In einer hochdramatischen Partie vor 900 Zuschauern in der Arena Trier lagen die „Miezen“ fast komplett in Führung, Erfurt gab sich aber nie auf und hatte sich Mitte der zweiten Hälfte sogar einen Vorsprung erkämpft. Durch das Remis halten die Triererinnen ihren Drei-Punkte-Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. „Wir haben einen Punkt verloren, wenn man das ganze Spiel betrachtet“, sagte MJC-Trainerin Ildiko Barna, schränkte aber ein: „Wenn man nur die letzten 20 Sekunden sieht, haben wir allerdings einen Punkt gewonnen.“ Barna spricht die hektische und hochspannende Schlussphase an. Zunächst erzielte Oxana Pal das 26:25 für Trier nach einem Fehlpass der Erfurter Torfrau Bralo. Dann glich THC-Linksaußen Nadine Härdter zum 26:26 aus. Trier hatte in den letzten 66 Sekunden zwei Großchancen, Fangfehler machten die Tore aber jeweils zunichte. Aber auch Erfurt schaffte es trotz zwei Möglichkeiten kurz vor dem Ende nicht mehr, den Siegtreffer zu erzielen. Das 26:26 hilft Trier mehr als Erfurt. THC-Trainer Dago Leukefeld, früher Coach bei den „Miezen“, meinte: „Wir hätten hier doppelt punkten müssen, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. So sieht es sehr düster aus.“ Beste Torschützinnen bei den „Miezen“, die schon zur Pause viel deutlicher als „nur“ 14:11 hätten führen müssen, waren Oxana Pal mit sieben und Svetlana Mozgowaia mit sechs Toren. Daneben zeigte Torfrau Maike März, die unter anderem drei Siebenmeter parierte, eine überragende Leistung. Am Samstag gastieren die Triererinnen bei Frisch Auf Göppingen – mit einem Sieg dort wäre der Klassenerhalt endgültig perfekt.