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Handykarte kann Vollzugsbediensteten Job kosten

Handykarte kann Vollzugsbediensteten Job kosten

Wer als Vollzugsbeamter einem Gefangenen eine Handykarte besorgt, kann dafür entlassen werden. Das hat jetzt das Trierer Verwaltungsgericht entschieden und damit dem Arbeitgeber recht gegeben.

(sey) Nach einer Mitteilung des Gerichts hat der Justizvollzugsobersekretär ein schwerwiegendes Dienstvergehen begangen, das die Kündigung rechtfertige. Der Beamte hatte einem Gefangenen zwei Prepaid-Karten für Handy-Telefonate überlassen – aus Mitleid und falsch verstandenem Verantwortungsgefühl, so das Gericht.Denn Gefangenen sei aus Sicherheitsgründen der Handy-Besitz ausdrücklich verboten, um etwa die Vorbereitung von Gefangenen-Befreiungen oder die Verabredung von Straftaten zu verhindern. Gegen das Urteil kann Berufung beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.