1. Region

Hape Kerkeling hat neues Fernseh-Format: Reise nach Luxemburg

Archiv : Für neues Fernseh-Format „Hape und die sieben Zwergstaaten“ - Entertainer Kerkeling reist nach Luxemburg

Achtung Show-Effekt: Wie Hape Kerkeling in den kommenden Wochen in Luxemburg zu sehen sein wird, ist noch unbekannt. Aber dass er schon bald im Großherzogtum für seine neue Fernseh-Sendung auf Reisen geht, ist klar.

Es bleibt unvergessen: Als Hape Kerkeling vor 30 Jahren als niederländische Königin Beatrix verkleidet in Berlin in Schloss Bellevue vorfährt, gelingt ihm ein medialer Coup. Als 25-Jähriger fährt er trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen beim deutschen Bundespräsidenten in Kostüm, Perücke und Hütchen in einer Limousine vor, bevor das echte niederländische Königspaar dort eintrifft.

Ob ihm ein solcher Auftritt auch auf Schloss Berg als Hauptresidenz des luxemburgischen Großherzogs oder im großherzoglichen Palais der Hauptstadt gelingt, ist nicht klar. Bekannt ist nur, dass der Entertainer in den kommenden Wochen Luxemburg besucht und dort für sein neues Fernseh-Format „Hape und die sieben Zwergstaaten“ Aufnahmen macht. Im Interview mit der luxemburgischen Zeitung L’essentiel sagt er jedenfalls: „Es wäre sehr schön, jemanden aus der großherzoglichen Familie zu treffen. Mal schauen, ob das klappt...“

Zuletzt ist es ruhig um Hape Kerkeling geworden. 2014 hat er sich aus dem Fernsehgeschäft zurückgezogen, nur als Synchronsprecher haben ihn die meisten noch gehört, etwa in der Figur des Eismanns Olaf in „Die Eiskönigin“. 2019 drehte er mit Bully Herbig in einem Film von Joseph Vilsmaier. 2018 wurde sein Buch „Der Junge muss an die frische Luft“ verfilmt.

Was uns wieder nach Luxemburg führt. Denn in „Hape und die sieben Zwergstaaten“ will Hans-Peter Wilhelm Kerkeling, so der ganze Name, nicht nur als Reisereporter die DNA der Mini-Länder wie Andorra, Liechtenstein, Malta, Monaco, San Marino, dem Vatikan und eben Luxemburg erkunden, sondern kehrt ein bisschen zurück zu den Wurzeln. Denn das Großherzogtum ist ihm gar nicht unbekannt. „Moien, wie ass et?“, gibt er im L’essentiel-Interview zum besten als er nach seinen Lëtzebuergesch-Kenntnissen gefragt wird. Doch mit „Deckelsmouk“ (Schildkröte) und „Nopeschlänner“ (Nachbarländer) kann der Komiker, Autor und Moderator wenig anfangen. Aber woher kommt das rudimentäre Sprachverständnis?

„Ich will nicht behaupten, dass ich das Großherzogtum wie meine Westentasche kenne, aber ich kenne es seit meiner Kindheit gut. Meine Oma ist oft mit mir dort gewesen. Es ist wundervoll durch die charmanten Altstadtgassen zu schlendern und sich von einem Café ins nächste fallen zu lassen.“ Denn Kerkelings Oma ist es auch, die den Jungen aus dem Ruhrpott nach dem Suizid der Mutter als Neunjähriger mit großzieht.

Was ihn besonders am Ländchen fasziniert: „Gutes Essen, freundliche Menschen, eine tolle Natur und der beste Außenminister Europas“, sagt er gegenüber der Luxemburger Presse. Und: Trotz ihrer geringen Größe sind die europäischen Kleinstaaten „allesamt florierende, relativ glückliche Staatsgebilde. Luxemburg fällt wegen seiner Größe ein bisschen aus dem Rahmen. Im Vergleich zu Monaco ist der Staat ja geradezu ein Imperium.“

Also sucht Herr Kerkeling das Glück? Der Sender Vox, wo die Sendung im Spätherbst ausgestrahlt werden soll, erklärt das Fernseh-Format so: „Wie sind diese Staaten entstanden? Warum können sie bis heute existieren? Was ist ihr Geheimnis? Wie ticken Land und Leute? Hape beantwortet diese Fragen auf seine ganz eigene Art und Weise lustig, ehrlich und informativ – und macht die kleinen Länder ganz groß.“

Ob man den 56-Jährigen beim Wandern durchs Müllerthal erwischt oder er mit Jean Asselborn zu Mittag isst, bleibt abzuwarten (Update: Mehr zur Sendung, die am 9. Januar 2022 ausgestrahlt wird, erfahren Sie hier). Aber angesichts des internationalen Flairs in der Hauptstadt wird man ihn wohl nicht so schnell erkennen – es sei denn, Hape Kerkeling hat ein paar Aktionen in petto.