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Hasborn: Rat bringt Gewerbegebiet und Energiepark mit Fotovoltaik auf den Weg

Hasborn: Rat bringt Gewerbegebiet und Energiepark mit Fotovoltaik auf den Weg

(mai) Der Hasborner Gemeinderat hat richtungsweisende Entscheidungen getroffen: Er hat die Satzung für das Gewerbegebiet beschlossen und die Weichen für einen Energiepark mit Fotovoltaik anstatt mit Windkraft gestellt.

Das Gewerbegebiet im Eigentum der Gemeinde, das südlich von Hasborn gegenüber dem Mitfahrerparkplatz an der Autobahn liegt und zwei Hektar umfasst, bietet Platz für sechs, maximal acht Unternehmen. Auf TV-Nachfrage erklärte Ortsbürgermeister Hajo Neumes: „Wir haben das Gebiet bewusst so gelegt, dass egal welche Autobahnausfahrt man nimmt, man zuerst zum Gewerbegebiet kommt und dann erst in den Ort. Der Verkehr soll aus dem Ort rausgehalten werden.“

Ein weiteres großes Thema in der Hasborner Ratssitzung war der Energiepark, der neben dem Wertholzlagerplatz im Norden Hasborns auf dem so genannten Gebiet Mohrenley eingeplant ist. Seine Größe ist nicht genau definiert, könnte aber bei sechs bis sieben Hektar liegen. Für den Park beantragte der Rat ein Zielabweichungsverfahren, damit dort statt Windkraftanlagen Fotovoltaikanlagen aufgestellt werden können.

Wie Günter Weins von der VG-Verwaltung erläuterte, war das Gebiet Mohrenley ursprünglich im Raumordnungsplan als einziger Bereich in der Verbandsgemeinde Manderscheid für Windkraftnutzung definiert worden. Aus zwei Gründen sollte diese Zielvorgabe nun geändert werden: zum einen weil Windkraftanlagen dort wegen der Höhenbeschränkung auf 100 Meter nicht rentabel betrieben werden könnten, zum andern weil sich die Bürger in einer Befragung gegen diese Form der Energiegewinnung ausgesprochen hatten.